Digitaler Workshop für Halvers Jugendliche

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Halver - Wellenreiten auf dem Laptop, seine eigene Band digital verwirklichen oder das nächste Lieblings-Computerspiel für die Freunde entwickeln. Kreativer Umgang mit digitalen Medien – darum ging es bei „Game Your Room“, einem Workshop der am Mittwoch im Jugendcafé endete.

Jugendliche ab 10 bis 14 Jahre konnten sich zu dem kostenfreien dreitägigen Kurs anmelden. Unter dem Projektnamen Kunst und Kabel sollten die jungen Teilnehmer erste Eindrücke des Programmierens erhalten – dabei galt es, kreativ zu sein. Wie werden Computerspiele gemacht? Wie schaffe ich es, dass einfache Alltagsgegenstände Teil eines Spieles auf dem Computer werden? Und wie verknüpfe ich das alles miteinander?

Spielverläufe selbst bestimmen

„Der Raum wird sozusagen zum Spielplatz“, sagte Philipp Hamann, der das Projekt in mehreren Städten betreut. „Die Programme, die wir nutzen, sind alle kostenfrei. Wir wollen ja, dass die Jugendlichen auch Zuhause damit weiterarbeiten können.“

Mit Gamedesign-Studentin Conny Conz und Edgar Martinez zur technischen Unterstützung, überlegten sich die Jugendlichen allerhand: Einige entwickelten ihr eigenes Spiel, in dem sie Figuren durch verschiedene Level schickten.

Auswählen, erstellen, einscannen

„Man kann fertige Figuren und Hintergründe auswählen – man kann aber auch eigene Figuren erstellen, Fotos einscannen und das ganze auch besprechen oder musikalisch untermalen“, sagte Hamann. Selbst die Bewegungen der Figuren oder Gegenstände wurden von den Jugendlichen selbst bestimmt. „Sie geben keine Codes oder so ein – das Programm arbeitet mit fertigen Befehlsblöcken“, erklärte Gamedesign-Studentin Conz. So wählten die jungen Programmierer aus, wann sich die Figur in welche Richtung bewegte, wie die Elemente des Spiels agierten und miteinander reagierten. Zum Beispiel für den Fall, wenn man die Figur auf dem Bildschirm zu einem Gegenstand führen musste, um ins nächste Level zu gelangen.

Fast alles kann mit eingebunden werden

Dies waren nicht die einzigen Spielereien des Projektes: In einer Ecke befanden sich zwei sogenannte Balance Boards, runde Platten, die einen bauchförmigen Unterboden haben – wenn man also oben draufstand, musste man mit dem Körper die Balance halten, um mit dem Board nicht wegzukippen.

Die Jugendlichen verbanden diese Boards mit einem Controller – eine Art Fernbedienung, über die man die Technik miteinander verbinden kann – und dieser Controller war schließlich an einem Laptop angeschlossen. Als Verbindungspunkte dienten Kabel und Alufolie oder Kupferfolie, die den Strom leiteten. „Wir können jetzt ein Spiel daraus machen“, sagte Projektmitarbeiter Hamann.

Der Countdown läuft

„Wir haben einen Countdown eingesprochen. Die Kontakte stellen fest, wann man die Balance hält und leiten das an den Laptop weiter – wir können nun bestimmen, dass es zum Beispiel einen Jubel am Laptop gibt, wenn man es zehn Sekunden auf dem Board schafft. Oder eben Buh-Rufe, wenn man versagt.“ Die Möglichkeiten von „Game Your Room“ seien in jedem Fall groß. Man könne beinahe alles mit dem Computer vernetzen und spielerisch umsetzen. Ob Knetfiguren, Instrumente oder eben Sportgeräte.

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