Flüchtlingshilfe Halver wird Begegnungstreff eröffnen

+
Flüchtlingshilfe Halver wird Begegnungsstätte für Flüchtlinge und Halveraner beziehen. Wo? In drei leerstehenden Ladenlokalen an der Von-Vincke-Straße, Ecke Hermann-Köhler-Straße.

Halver - Nach langen Planungen ist ein wichtiges Projekt der Flüchtlingshilfe Halver nun in trockenen Tüchern: In drei benachbarten und leerstehenden Ladenzeilen an der Von-Vincke-Straße, Ecke Hermann-Köhler-Straße, wird auf rund 100 Quadratmetern ein Begegnungstreff für Flüchtlinge, Halveraner und Vertreter der Flüchtlingshilfe eingerichtet.

Einen Einzugstermin gibt es noch nicht, „der Mietvertrag wurde aber vor wenigen Tagen unterschrieben“, sagt Bärbel Meyrich von der Flüchtlingshilfe.

Ebenfalls noch offen ist die Frage, welche Aktivitäten dort stattfinden sollen. Darüber werde laut Meyrich derzeit innerhalb des Vereins diskutiert: Möglich sei, dass die Fläche für Sprachunterricht, Kreativkurse für Erwachsene und Kinder, als Teestube, Café und Kinder-Spielfläche genutzt werde.

Fest steht: Das Kennenlernen von Halveranern und Flüchtlingen hat zentrale Bedeutung – so soll das Café International nach Fertigstellung der Räume künftig im Begegnungstreff stattfinden.

Flüchtlinge mit in der Verantwortung

Außerdem sollen Flüchtlinge in die Leitung der Einrichtung eingebunden werden, beispielsweise als Ansprechpartner während der Öffnungszeiten. So könne man ihnen die Gelegenheit geben, Verantwortung zu übernehmen, sagt Meyrich.

„Wir sind natürlich auch offen für Vorschläge aus der Bevölkerung. Halveraner, die ihre Ideen mit einbringen möchten, können gerne an jedem ersten Mittwoch eines Monats um 18 Uhr zu unserem offenen Treff ins Bürgerzentrum kommen.“

Die Begegnungsstätte soll in Eigenregie und unter Mithilfe der Flüchtlinge renoviert, umgebaut und eingerichtet werden – auch deswegen könne noch kein genauer Einzugstermin genannt werden. „Welche Baumaßnahmen nötig sind, ist noch nicht abschließend geklärt, aber die nachträglich eingebauten Leichtbauwände werden wir definitiv wieder entfernen.“

Gerne wäre die Flüchtlingshilfe in ein leerstehendes Ladenlokal an der Frankfurter Straße gezogen, doch die Mieten dort seien nicht bezahlbar gewesen. Apropos Zahlen: Laut Meyrich sei die Finanzierung des Projekts – Miete, Nebenkosten, Umbau – für mindestens ein Jahr gesichert.

Entscheidenden Anteil daran hat auch ein erfolgreicher Förderbescheid des vom Land NRW initiierten Programms „Komm-an NRW“. Dieses soll der „Förderung der Integration von Flüchtlingen in den Kommunen und zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe“ dienen.

Einmalzahlung und monatlicher Zuschuss

„Wir reden hier über einen Betrag in Höhe von 2000 Euro“, sagt Bürgermeister Michael Brosch und „einem monatlichen Betriebszuschuss in Höhe von 400 Euro“, ergänzt Thomas Gehring, Fachbereichsleiter Bürgerdienste.

Beide begrüßen das Projekt: „Die Flüchtlingshilfe ist eine sehr engagierte Mannschaft, die werden das auch schnellstmöglich angehen. Ich freue mich“, sagt der Bürgermeister.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare