Fassadenprogramm

Erstes Haus erstrahlt in neuem Glanz

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Verschiedene Farbkonzepte wurden ausgearbeitet: Am Ende fiel die Wahl auf ein „klassisches Altstadt-Orange“.

Halver - Im Rahmen des Fassadenprogramms wurde am Mittwoch die erste - durch städtische Fördermittel unterstützte - Immobilie fertiggestellt.

Ein 150 Zentimeter herausragendes Vordach mit einer breiten Werbetafel zerstörte einst das harmonische Erscheinungsbild des Hauses mit der Nummer 34 an der Frankfurter Straße. Mit einer Fördersumme von 7000 Euro aus dem Fassadenprogramm wurde durch eine umfassende Umgestaltung nun die Nähe zum ursprünglichen Erscheinungsbild des Gebäudes gesucht. Und gefunden.

Auf Archivfotos ist festgehalten, wie das Haus, in dem unter anderem die Foto-Drogerie Krämer zu finden war, vor der Umgestaltung aussah: Ein ausgeblichenes Grün an der Fassade des Unter- und ein vergrauter Beigeton an der Außenfläche des Obergeschosses wirkten in den Augen von Peter Kaczor, Mitarbeiter im Verwaltungsbereich Bauen und Wohnen, wie ein „Badezimmer aus den 1970er-Jahren“.

Veränderungen an vielen Bereichen

Nun ist die breite Werbefläche zwischen Unter- und Obergeschoss verschwunden, Fenster wurden stilistisch angepasst, eine neue Tür ziert den Eingangsbereich und der Klinkersockel des Hauses wurde aufwändig entfernt. Was direkt ins Auge fällt: das „klassische Altstadt-Orange“, das nun die Fassade durchweg über alle Stockwerke schmückt.

Verantwortlich für das neue Erscheinungsbild der Immobilie: Reinhard Göddert und sein Sohn Oliver, der federführend am Werk gewesen ist. Für Reinhard Göddert war die Arbeit am Haus – das ungefähr in den 1920er-Jahren gebaut worden ist – eine Herzensangelegenheit: „In diesem Haus bin ich geboren worden und habe bis 1957 dort gewohnt. Im Keller fand er hinter einer alten Leitung sogar ein Andenken an seine Kindheit: „Dort lag ein Schild, das ich damals von der Zeltmission mitgenommen habe. Das steht nun bei mir zuhause.“

Hausbesitzer ist glücklich

Hausbesitzer Jan-Moritz Schröder zeigte sich beim Ortstermin am Mittwoch ebenfalls begeistert vom neuen Antlitz seines Gebäudes: „Das sieht echt super aus und ist auch langfristig eine tolle Sache. Dass man so ein schönes Haus zwischenzeitlich so verschandeln konnte..“

Laut Peter Kaczor werden derzeit zwei weitere Förder-Anträge bearbeitet. Bürgermeister Michael Brosch fügt hinzu: „Es sind noch Fördergelder im Topf! Ernsthafte Interessenten sollen sich nicht scheuen, mit Herrn Kaczor in Kontakt zu treten.“ Und Reinhard Göddert betont: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt hat Spaß gemacht. Es gab keine Probleme. Das sollte allen Mut für weitere Projekte geben!“

Ganz abgeschlossen ist das Projekt Frankfurter Straße 34 jedoch noch nicht: noch fehlt die Hausnummer. „Die wird derzeit hergestellt“, sagt Göddert. Gestaltet werden die beiden Ziffern in altdeutsch-gotischer Schrift: „Damit kommen wir dem ursprünglichen Zustand des Hauses noch ein Stück näher!“

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