Die Einwohnerzahl in Halver sinkt weiter

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Halver - Laut Statistischem Landesamt IT.NRW ist die Zahl der Menschen, die in Halver leben, in den vergangenen Jahren weiter gesunken.

Waren es am 31. Dezember 2011 noch 16 413 Personen, die in Halver ihren Wohnsitz hatten, lebten am Stichtag 31. Dezember 2015 laut IT.NRW noch 16 117 Menschen in der Stadt.

„Die Zahlen, die wir in Halver führen, sind nicht immer deckungsgleich mit denen von IT.NRW“, sagt Bürgermeister Michael Brosch. Der stadteigenen Statistik zufolge gab es am 31. Dezember 2015 nämlich 16 476 Halveraner und im Mai dieses Jahres 16 511. Fakt ist, dass die Einwohnerzahl in den vergangenen Jahren gesunken ist. 2003 lebten laut Brosch knapp über 18 000 Menschen vor Ort.

„Da sind wir in Südwestfalen und dem Märkischen Kreis leider in bester Gesellschaft“, sagt Brosch in Bezug auf die sinkenden Zahlen. Was kann die Stadt tun, um diesen Trend zu stoppen? „Zum einen müssen wir vor allem jungen Familien neue Baugebiete anbieten“, sagt Brosch, der den Bereich Falkenstraße als gutes Beispiel dafür nennt.

Dies sei eines der schönsten Gebiete, die die Stadt in den vergangenen Jahren an den Start gebracht habe, und erste Interessenten seien schon an die Stadtverwaltung herangetreten: „Wer mag, kann gerne auf uns zukommen“, sagt Brosch in Richtung möglicher Käufer.

Weitere Attraktivitätskriterien sind laut Brosch die Nahversorgung, das Kaufangebot in der Innenstadt und gute Freizeitangebote. „Mit dem Einkaufszentrum am Kulturbahnhof kompensieren wir unseren Nachholbedarf in Sachen Nahversorgung. Denn das ist ein Thema, das für alle Menschen wichtig ist.“

Im Vergleich zu umliegenden Städten sei das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt ein sehr gutes.

Angebote noch nicht überall bekannt

Die aus seiner Sicht vielfältigen Freizeitangebote gezielt zu bewerben, sei ein weiteres Muss, um Halver ins Blickfeld und rechte Licht für potenzielle Neubürger zu rücken.

„Die Herpine hat beispielsweise überregionale Strahlkraft, der Naturlehrpfad und der Kletterwald liegen in unmittelbarer Nähe, das ist ein kleines Idyll, dass da entstanden ist. Trotzdem ist dieses Angebot nicht überall bekannt.“

Beim Spaziergang für Neubürger in der vorigen Woche habe er auf viele Angebote, zum Beispiel der Anlage an der Karlshöhe (Leichtathletik, Minigolf, Reiten) aufmerksam gemacht.

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