Besucherandrang ab August

Rekordsaison für Waldfreibad

+
Nachdem es in den Monaten Mai und Juni schlecht und im Juli nur schleppend lief, seien die Besucherzahlen ab August „durch die Decke“ gegangen.

Halver - Die Saison endete für das Halveraner Waldfreibad Herpine mit einem Rekord. Rund 43300 Gäste packten zwischen Mai und September ihre Badesachen, um ihre Freizeit bei sommerlichen Temperaturen in der Herpine zu verbringen.

„Seit der Gründung der GmbH vor sieben Jahren ist das die höchste Besucherzahl, die wir nach einer Saison vermelden konnten“, sagte ein hörbar zufriedener Schwimmmeister Phillipp Hutt am Montag auf Anfrage.

Dass das Freibad-Jahr mit einem solchen Ausrufezeichen enden würde, zeichnete sich vor allem zu Beginn des Sommers nicht ab – im Gegenteil: „Die Monate Mai und Juni liefen – vorsichtig gesagt – sehr bescheiden“, sagt Phillipp Hutt rückblickend. Auch der Juli lief über weite Strecken schleppend: „Der war okay.“ Doch ab Mitte August seien die Besucherzahlen dann „komplett durch die Decke“ gegangen, sodass die Entscheidung getroffen wurde, die Saison bis zum 18. September zu verlängern.

"Jedes Jahr vom Wetter abhängig"

Ob Hutt angesichts des schwachen Saisonstarts nervös geworden sei? „Uns ist jedes Jahr aufs Neue bewusst, dass wir vom Wetter abhängig sind. Daran wird sich niemals etwas ändern. Dennoch haben wir nach dem Start nicht mehr damit gerechnet, dass es so ein erfolgreiches Jahr werden würde.“

Ein Meilenstein zum Besucherrekord sei die Flexibilität gewesen, die Saison bis in den September hinein zu verlängern. Viele Freibäder hätten schon vorher ihre Türen geschlossen, sodass Gäste auch eine lange Anfahrt in Kauf genommen hätten, um auch an den letzten heißen Sommertagen des Jahres unter freiem Himmel schwimmen gehen zu können: „Wir hatten zum Beispiel Gäste aus Schwerte, dem Ruhrgebiet und Köln“, sagt Hutt. Er vermutet, dass die Selbstvermarktung – vor allem im Internet – zur spürbaren Steigerung des Bekanntheitsgrades beigetragen habe. Aber auch heimische Gäste seien regelmäßig zu Besuch gewesen. Wie viele Saisonkarten verkauft worden seien, konnte Hutt nicht genau beziffern: „Ich schätze aber, dass es rund 1500 Stück waren.“ An einem perfekten Freibad-Tag – „setzen wir voraus, dass wir Wochenende haben und die Temperaturen um die 30 Grad liegen“ – kalkuliere man mit rund 3500 Badegästen.

Lob und Kritik von Badegästen

Lob von Seiten der Badegäste kam vor allem in Bezug auf Service, Sauberkeit und das vielfältige Angebot für jede Altersgruppe. Kritisiert werde hingegen die angespannte Parkplatzsituation: „Doch da können wir leider nichts ändern.“

Nun gelte es, das Waldfreibad in manchen Bereichen wieder auf Vordermann zu bringen. So nehme der Freundeskreis wieder Geld zur Instandhaltung der Sprungbretter in die Hand. Aber auch Reparaturen am Dach des Hauptgebäudes oder ein Austausch alter Türen – die ihren Zenit nun erreicht hätten – stehen laut Phillipp Hutt auf dem Arbeitsplan, ehe das Freibad Anfang Mai des kommenden Jahres seine Schwimmbecken wieder für Besucher öffnen wird.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare