Berufsfeuerwehr-Tag: Nachwuchskräfte bei zehn Übungen gefordert

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Bei einer der Übungen auf dem Schulhof der Grundschule Obrbrügge galt es für die Nachwuchskräfte auch mehrere Verletzte zu bergen.

Halver - Ein Kombi und ein Kleinwagen sind zusammengestoßen und haben sich verkeilt, die vier Insassen des Kleinwagens sind verletzt. Ein Kind ist mit seinem Fahrrad zwischen die Autos geraten und liegt nun mit Kopf und Oberkörper unter dem Kombi: Dieses Szenario bot sich am Samstagnachmittag den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, als sie zu einer Übung mit zwei Löschfahrzeugen auf den Schulhof der Grundschule Oberbrügge einbogen.

Schnell begannen die ersten Jugendlichen, sich einen Überblick über den Zustand der Verletzten sowie der Unfallwagen zu verschaffen, während die anderen schon die notwendigen Geräte von den Autos luden.

Bei insgesamt zehn solcher Übungen musste sich die Jugendwehr am Freitag und Samstag im Rahmen des sogenannten Berufsfeuerwehr-Tags beweisen. 24 Stunden lang besetzten die Jugendlichen das Gerätehaus in Halver, aßen und schliefen dort und rückten immer wieder zu Einsätzen aus, die die vier Löschzüge sowie die Jugendwarte Björn Clever und Sebastian Rißmann vorbereitet hatten. Vom Containerbrand über einen Kleinbrand auf dem Bauhof-Gelände bis hin zum dramatischen Unfall war alles dabei.

Unterstützung durch die DRK-Jugend

Nach einem Unfall mussten die Fahrzeuge zunächst gesichert werden.

Damit an den Einsatzorten möglichst realistische Bedingungen herrschten, bekamen die Halveraner unter anderem Unterstützung von Mitgliedern der DRK-Jugend, die in Oberbrügge – entsprechend geschminkt – die Verletzten im Auto darstellten und während der Übung vor Schmerzen schrien.

Um weitere Verletzungen zu verhindern, stützten die Jugendwehr-Mitglieder erst einmal mit Hilfe von Holzkeilen die beiden instabil stehenden Autos ab. Anschließend hockte sich einer der jungen Retter neben das verletzte Kind, stützte seinen Kopf und forderte von seinen Kameraden eine Schiene an, um die Halswirbelsäule zu stabilisieren. Erst danach konnte das Kind befreit und auf einer Trage zum Krankenwagen gebracht werden. Auch alle Verletzten aus dem anderen Auto waren inzwischen gerettet – alles richtig gemacht, bestätigen Rißmann und Clever zufrieden.

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