96 Prozent der Flächen sind bereits vermietet

Spatenstich für das Halveraner Fachmarktzentrum

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Zur Orientierung: Der Kulturbahnhof befindet sich rechts unten, der Aldi-Markt (1200  m2) auf dem Gelände des alten Lieder-Markts.

Halver - Mehr als 20 Millionen Euro investiert die Hamburger Prokom GmbH auf dem früheren Bahngelände. Im Spätsommer kommenden Jahres soll dort das neue Fachmarktzentrum in Betrieb gehen. Der symbolische Spatenstich am Mittwochvormittag stand für den Baustart von Halvers Zukunftsprojekt.

Einige Zahlen machen die Dimensionen deutlich:

- Etwa 30.000 Quadratmeter Fläche stehen für das neue Zentrum zur Verfügung

- 11.400 Quadratmeter Nutzfläche werden in vier eigenen Baukörpern entstehen

- 293 Stellplätze für Pkw werden geschaffen mit einer Breite von 2,75 Metern

- Der Investor rechnet mit etwa 150 Arbeitsplätzen in Voll- und in Teilzeit. Etwa ein Drittel davon entsteht allein beim größten Ankermieter, dem Vollsortimenter Kaufland.

96 Prozent der Flächen vermietet

Von links Bastian Hämmerle, Markus Tempelmann, Michael Brosch, Dirk Heesen (Aldi) und Jonas Lensing (Kaufland).

„Nu geit dat los!“, kommentierte Prokom-Prokurist Bastian Hämmerle in schönstem Hamburgerisch den kleinen Festakt mit künftigen Mietern, Stadtverwaltung und der Firma Franzengroup, spezialisiert auf Industrie- und Gewerbebau, die am Bahnhof als Generalunternehmer beauftragt ist. 96 Prozent der Flächen sind vermietet. Offen ist zurzeit noch die Nutzung von drei Ladeneinheiten mit Flächen zwischen 50 und 245 Quadratmetern.

Kaufland, 

Rossmann und Aldi als weitere Ankermieter

Neben Kaufland zählen Rossmann und Aldi zu den Ankermietern. Den Textilbereich werden Mister Lady, Jeans Fritz und Takko abdecken, hinzu kommt Deichmann in Sachen Schuhmoden. Haushaltswaren bietet eine Niederlassung von Kodi an. Gegenüber vom Aldi-Markt auf dem Gelände des früheren Lieder-Baumarkts richtet die Sparkasse ein Selbstbedienungs-Service-Center ein. Hämmerles Dank galt zugleich der Stadt Halver („...tolle Zusammenarbeit, kompetente Begleitung“) wie auch dem Märkischen Kreis für schnelle Entscheidungen („...das ist nicht überall so“).

Stadt ist sehr zufrieden

Parallel zum Beginn des Neubauvorhabens laufen die Restarbeiten der Dortmunder Bauunternehmung Marsch, die im Auftrag der Stadt im vergangenen und in diesem Jahr für die äußere Erschließung des Geländes verantwortlich zeichnete. „Wir sind sehr zufrieden“, lobte Kämmerer Markus Tempelmann den Ablauf der dort investierten Arbeit.

Ergänzende Angebote

So soll es aussehen. Vier Gebäude und 293 Stellplätze entstehen auf dem Bahngelände. Angestrebt wird der Bezug im Spätsommer kommenden Jahres.

Auf die grundsätzliche Bedeutung des Vorhabens kam Bürgermeister Michael Brosch zu sprechen. Halver sei Schulstadt, biete attraktive Gewerbebetriebe und habe einen hohen Freizeitwert. Mit dem Fachmarktzentrum gelinge es nun, fehlende Angebote zu ergänzen. Mit der Festlegung der Sortimente und Mindestgrößen habe die Stadt dabei versucht, den vorhandenen Einzelhandel insbesondere an der Frankfurter Straße nicht unter Druck zu bringen.

Einkaufszentrum als Antwort auf abfließende Kaufkraft

Das neue Einkaufszentrum sehe er als Antwort auf das Problem, dass bislang ein Drittel der Kaufkraft Halvers nach auswärts abfließe. Sein Dank galt auch den Mitarbeitern der Verwaltung, insbesondere Tempelmann als „Motor des Projekts“ sowie den Baufachleuten wie Michael Schmidt und Peter Kaczor. Und er erinnerte auch an seinen Vorgänger Dr. Bernd Eicker, der das Vorhaben stets „als wichtigstes Projekt seiner Amtszeit“ bezeichnet habe.

Ganz aus dem Rennen ist die Stadt Halver am Bahnhof nicht, wenn die Franzengroup die Bahnhofs-Baustelle übernimmt. Westlich angrenzend ist in städtischer Regie ein kleineres Baugebiet für Geschosswohnungsbau vorgesehen. „Das sind Wohnungen, die in Halver benötigt werden, barrierefrei und in direkter Nähe zur Infrastruktur“, sagte Brosch.

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