Bauarbeiten am Langenscheid in Verzug

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Baugruben entstehen und verschwinden. Die Maßnahme am Langenscheid ist deutlich in Verzug.

Halver - „Es sieht aus wie Krieg“, wundert sich ein Anwohner vom Langenscheid. Der Grund: Baugruben werden aufgemacht und wieder geschlossen. Halvers zurzeit größte Straßenbaustelle ist zeitlich massiv in Verzug.

Die Maßnahme, finanziert zu großen Teilen durch die Anwohner nach Kommunalabgabengesetz, sollte eigentlich zum Jahresende abgeschlossen sein.

Inzwischen hofft man bei der Stadt inständig, bis zum Winter wenigstens einen Teil der Fahrbahn hergestellt zu haben. Drei Monate zusätzliche Zeit hätten Arbeiten der Telekom gekostet.

Zeitverlust durch Telekom?

Weder die bauausführende Firma Schmidt noch die Mitarbeiter des Bauamts könnten etwas dafür. „Aber das baden unsere Leute vor Ort aus“, heißt es auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers im Rathaus.

Denn die Stadt beziehungsweise die Baufirma kamen nicht weiter ohne Abschluss der Arbeiten des Versorgers, die inzwischen aber abgeschlossen sein sollen. Wird die neue Oberfläche später wieder aufgebrochen, entstehen dauerhafte Schwachstellen, so die leidvolle Erfahrung aus der Vergangenheit.

Dabei ist es nicht einmal so, dass die Anlieger von den Leitungsarbeiten direkt profitieren. Sie blicken in die Baugrube und sehen dort ein nagelneues Glasfaserkabel. Doch der Anschluss privater Haushalte scheint nicht vorgesehen.

Inzwischen ist das Kabel wieder bedeckt mit Sand und Schotter. Wenigstens ein Leerrohr konnte sich einer der Betroffenen am Langenscheid sichern für den Fall, dass das schnelle Internet doch einmal an der Straße verfügbar gemacht werden sollte.

Neuer Aufbruch an Hagener Straße

Und auch an anderer Stelle zieht sich das ehemals staatliche Unternehmen Unmut zu. Was denn zurzeit an der Hagener Straße geschehe, fragte Werner Lemmert, Fraktionschef der UWG, in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt.

Denn in der Straße und insbesondere im Gehweg, im vergangenen Jahr noch saniert, laufen erneut Kabelarbeiten. Was dort genau passiert, konnte Kämmerer Markus Tempelmann im Ausschuss nicht recht erklären, auch nicht, ob es sich um eine öffentliche oder nichtöffentliche Verlegung handele.

Laut Telekommunikationsgesetz habe die Telekom – anders als Gas- und Wasserversorger – ungehinderten und entschädigungsfreien Zugriff auf öffentliche Straßen und Wege. Man habe da „keine Steuerungsmöglichkeit“.

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