Rathausaufzug soll dieses Jahr fertig werden

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HALVER - Der im Bau befindliche Aufzug an der nördlichen Rathausfassade soll aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr nutzbar sein.

Ob er aber dann bereits alle Etagen des Gebäudes barrierefrei erschließen wird, sei zurzeit noch offen, sagt Michael Schmidt, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. Seit Mai dieses Jahres laufen die Arbeiten, teilweise verbunden mit erheblichen Belastungen für Mitarbeiter und Bürger, die das Rathaus aufsuchen. Die Vorbereitungen für den weiteren Hochbau seien jedoch abgeschlossen. „Das geht jetzt richtig voran“, kündigt Schmidt an.

Daran soll auch nicht ändern, dass hinter der Schieferverkleidung der Giebelseite ein unangenehmer Fund wartete: Das Fachwerk ist zu weiten Teilen verfault, wie sich herausstellte. Das Holzfachwerk müsse ausgetauscht werden, bestätigte Schmidt. Die zusätzlichen Kosten seien allerdings nicht dem Regionale-Projekt der Attraktivierung des Gebäudes zuzurechnen. Sie fielen unter die normale städtische Gebäudeunterhaltung.

Verzögerungen auf der Baustelle erwarte er nach Feststellung der Schäden nicht. Wenn die Betonfertigteile installiert seien, müsste zunächst der Metallbau gemessen werden, der für die eigentliche Aufzugskonstruktion aus Glas und Stahl notwendig ist. Insofern könne an der Fassade gearbeitet werden, ohne dass sich die unterschiedlichen Gewerke in die Quere kämen.

Angepeilt habe man eine Beschleunigung der Baustelle insofern, dass man die Betonarbeiten mit vorgefertigten Teilen vornehme statt mit sogenanntem Ortbeton, bei dem mit Schalungen gearbeitet wird, erläutert Schmidt weiter. Die neuen Berechnungen und Genehmigungen hätten den erhofften Zeitgewinn zunichte gemacht.

Der lang erwartete Fahrstuhl, der das Rathaus auch für Menschen mit Gehbehinderungen erreichbar machen wird, ist geplant als sogenannter „Durchlader“, der von einer Seite betreten und von der anderen verlassen wird. Hauptzugang zum Rathaus wird künftig im Allgemeinen dann von der Mittelstraße aus sein über einen ebenfalls neu entstehenden Anbau mit einer Grundfläche von 45 Quadratmetern.

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