Ende eines Schandflecks

Abriss des Hauses Marktstraße 5 in Halvers Innenstadt

Halver - Die verfallenen Häuser Marktstraße 5 und die Brandruine am benachbarten Bächterhof werden in Kürze der Vergangenheit angehören. Im Sommer kommt der Abrissbagger.

Zwei Halveraner, der Architekt Stefan Czarkowski (cl architektur) und Immobilienmakler Christos Kontoyannis (csk immobilien), haben das gesamte Ensemble einschließlich des früheren Hotels „Haus Zur Fuhr“ übernommen. Das ehemalige Hotel bleibt erhalten.

Über die weitere Nutzung bewahren die Unternehmer noch Stillschweigen. Es gebe mehrere Möglichkeiten, die noch im Einzelnen zu prüfen seien, sagten sie gestern in einem Pressegespräch zusammen mit Bürgermeister Michael Brosch. „Alles ist besser als das, was da jetzt ist“, kommentierte Brosch die Entscheidung, mit der ein Schandfleck aus dem Herzen der Stadt verschwindet. 

„Städtebaulich ist das einer der wichtigsten Punkte in Halver.“ Aus diesem Grund werde man die Investoren auch unterstützen, wie immer das möglich sei. Vorstellbar sei beispielsweise, Mittel aus dem Fassadenprogramm mobil zu machen. Denn der Gebäudebestand liege innerhalb des Fördergebiets.

Für Czarkowski und Kontoyannis geht es um eine wirtschaftliche Verwertung der Flächen, nicht zuletzt aber auch um die Aufwertung der eigenen Eingangssituation. Ihr Büro im Haus Marktstraße, denkmalgeschützter und vor sieben Jahren sorgsam renovierter Altbau, grenzt direkt an die leerstehende Immobilie, die vor vielen Jahren das Kino beherbergte, aber schon lange ungenutzt ist. Ähnliches gilt für die Brandruine am Bächterhof, ein ehemaliges Tanzlokal. Beide Gebäude fallen nicht unter den Denkmalschutz.

Mit der Übernahme des gesamten Komplexes verringert sich auch ein technisches und logistisches Problem. Der Abbruch des Hauses an der Marktstraße mit minimalen Abständen zur Nachbarbebauung wäre schwierig gewesen. Und das Gebäude mit der schmalen Fassade zur Straße ist nach immerhin rund 30 Meter lang. Der Abriss wäre unter Umständen mit einer zeitweisen Vollsperrung der stark frequentierten Marktstraße verbunden gewesen. Diese Problem kann nun umgangen werden, wenn zunächst der Abriss des Brandhauses Bächterhof erfolgt und erst anschließend der Zugriff auf das Ex-Kino.

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