NÜRNBERG ▪ Weil sie nicht ihre beste Leistung abgerufen haben, mussten sich die Iserlohn Roosters bei den Nürnberg Ice Tigers in der Verlängerung geschlagen geben. 13 Sekunden vor Ende der Overtime brachten die Franken die Scheibe über die Linie – eine von vielen strittigen Situationen an diesem Abend.

Die Roosters unterlagen in Nürnberg 2:3 nach Verlängerung.
Schon die Anfangsminuten beim Tabellenvorletzten gehörten nicht den Sauerländern. Die Ice Tigers stürmten, dominierten die Partie und gingen verdient 1:0 in Führung. Leebs Rebound, nach einem Schuss von Bayda, war von Caron nicht zu stoppen (7.). Dieser frühe Treffer aber ließ die Roosters aufwachen und die Partie deutlich besser in den Griff bekommen. Doch Tore wollten nicht gelingen: Ob Wolf, Wörle oder York – Nürnbergs Goalie Ehelechner blieb stabil, ließ sein Team mit dem 1:0 ins zweite Drittel gehen.
Als Spina nach 53 Sekunden im Schlussabschnitt für 2+10- Minuten aufgrund eines Checks gegen den Kopf von Barta auf die Strafbank musste, standen die Roosters sogar mit zwei Spielern weniger auf dem Eis, überstanden die Unterzahl-Situation aber, gewannen wieder an Selbstvertrauen und kamen durch Jeff Giuliano zum erneuten Ausgleich (47.). Beim 2:2 blieb es, es ging in die Overtime.
In der erarbeiteten sich die Franken Drucksituationen vor dem Iserlohner Tor und sogar eine Überzahl (Hackert-Strafe). Die überstanden die Gäste, hatten durch Hackert 29 Sekunden vor Schluss sogar die größte Chance. Doch er traf nur den Pfosten. 13 Sekunden vor Schluss verlor York die Scheibe im eigenen Drittel, die Ice Tigers brachten die Scheibe ins Torraum und irgendwann war sie drin. Traynor wurde von Referee Oswald als Torschütze angegeben, allerdings gab es Zweifel, wie die Scheibe über die Linie gearbeitet worden ist. Den Videobeweis aber verweigerte Oswald.
Mirko Heintz



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