ISERLOHN ▪ Bislang war Sport stets das maßgebliche Thema am Seilersee. Da hat man geflucht, gebangt und gehofft. Die Iserlohn Roosters sind das sportliche Thema im Märkischen Kreis und durften sicher sein, dass auch im Misserfolg die Fans zwar grollen, sich aber nicht abwenden. Der Valentinstag 2012 könnte das verändert haben. Statt in Harmonie den Tag der Freundschaft und Verliebtheit zu genießen, schlug der Eishockeyclub seiner Anhängerschaft ins Gesicht.

Kaum äußern die Fans – anders als hier – Kritik, da setzt es vom Vereine einen Schlag ins Gesicht.
Grund war eine Durchsage kurz vor dem letzten Drittel. In der forderte der Hallensprecher die Fans auf, ab sofort auf das Hochhalten selbstgestalteter Spruchbänder zu verzichten. Eine, so scheint es, unmittelbare Reaktion auf Fan-Banner, hochgehalten vor dem ersten und zweiten Drittel. Darin kritisierten unterschiedliche Fanclubs und die Ultracrew unter anderem die Schönrederei der Club-Verantwortlichen. „Viele Fans haben diese Stadiondurchsage als ein Verbot ihrer Meinungsfreiheit empfunden“, so der Iserlohner Fanbeauftragte Matthias Schlüter. Eine Aussage, die gestern in Internetforen und wohl auch in E-Mails in die Geschäftsstelle von zahlreichen blau-weißen Anhängern geteilt wurde.
Zum sportlichen Teil: Hier setzte die Mannschaft ihre schwankenden Leistungen fort, war nicht in der Lage sich zum Sieg zu schießen. Das wird für die Roosters zum Problem. „Wir haben einfach beschissen gespielt“, sagt Stefan Langwieder stellvertretend für alle. Und der Manager? – Der macht aus seiner Sicht das einzig Richtige und fordert alle auf, weiter zu machen. „Wir haben noch die Chance, die dürfen wir uns unabhängig von allen Konsequenzen nicht nehmen!“ Auch er weiß, dass seine Mannschaft zu oft enttäuscht und trotz aller guten Spiele, die sie gemacht hat, die Kurve nicht kriegt. Mende steht in der Verantwortung. Jetzt aber muss er Hoffnung geben. Später ist Zeit, Klartext zu reden. - Mirko Heintz



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.