MÜNCHEN ▪ Ja, es gibt einen Caron-Faktor bei den Iserlohn Roosters. Mit der Rückkehr des Franko-Kanadiers zwischen die Pfosten der Sauerländer machten seine Vorderleute endlich wieder ein grundsolides, zeitweise richtig gutes Auswärtsspiel und setzten sich beim EHC München deutlich mit 5:0 durch.

Drei wichtige Punkte in Mason: Bernd Haake (links) und Doug Mason.
146 Minuten und 22 Sekunden waren die Roosters ohne Torerfolg gewesen, bis Michael Wolf in München nach neun Spielminuten einen Schlagschusshammer im unteren rechten Eck versenken konnte. Hock und Ardelan waren im Powerplay die Vorbereiter. Bis zu diesem Führungstreffer waren die Iserlohner die zweitbeste Mannschaft auf dem Eis, hatten ein paar Probleme sich aus der eigenen Defensive zu befreien und ein sinnvolles Spiel aufzubauen. Nach dem Wolf-Treffer änderte sich das Gesicht des Teams. Plötzlich erwachte die Hoffnung, damit Kampfgeist und Kreativität. Die Mason-Crew agierte druckvoll und erarbeitete sich auch in den beiden anschließenden Überzahlgelegenheiten Torchancen, hatte aber nicht das Glück, die Scheibe zum zweiten Mal an Reimer vorbeizubringen. Hinten in der Defensive standen die Roosters dank Caron und gut arbeitenden Verteidigerpaaren solide, räumten in Unterzahl gut auf und ließen im gesamten ersten Abschnitt kaum Torgelegenheiten des EHC zu.
Das änderte sich auch im Mitteldrittel nicht, weil die Sauerländer nach überstandener Unterzahl – York saß wegen Hakens auf der Strafbank – souverän weiter in der Defensive standen und sich auch zahlreiche Chancen erarbeiteten. Eine dieser Gelegenheiten hatten Fretter, Hackert und Hommel in der 27. Spielminute. Da schoss Fretter nach einem schnellen Konter auf den Kasten des guten Reimer, die Scheibe trudelte entlang der Torlinie, ging aber nicht rein – bis Hommel kam. Der stupste sie mit dem Schläger rein und durfte sein drittes Saisontor feiern.
Als York später in Überzahl mit einem platzierten Schuss in den Winkel zum umjubelten 3:0 für die Sauerländer traf (37.), schien der Vorsprung vor dem Schlussabschnitt beruhigend. Und in diesem machten die Sauerländer im Eiltempo alles klar: Binnen 126 Sekunden traf Wörle zwei Mal gegen Sebastian Elwing, den Münchens Trainer Cortina zu Beginn des Schlussabschnitts als Reimer-Ersatz zwischen die Pfosten gebracht hatte.
Roosters: Caron – Cullimore, Danielsmeier; Kopitz, Ardelan; Langwieder, Peltier – Hackert, Fretter, Hommel; Hock, Wolf, Wörle; York, Spina, Giuliano; Rupprich, Holzmann, Cowan
Schiedsrichter: Piechaczek (Finning)
Tore: 0:1 (09:00) Wolf (Ardelan, Hock/5:4), 0:2 (26:06) Hommel (Fretter), 0:3 (36:29) York (Wolf/5:4), 0:4 (40:10) Wörle (Wolf, Kopitz), 0:5 (42:16) Wörle (Wolf/5:4)
Strafminuten: EHC 10; Roosters 14
Zuschauer: 3000
Von Mirko Heintz



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