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EISHOCKEY Goalie Caron soll nach der Länderspiel-Pause fit sein / Neun Play-off-Endspiele für die Roosters

Roosters können Carons Ausfall nicht kompensieren

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ISERLOHN ▪ Mit gesenkten Köpfen, ausgelaugt und tief enttäuscht verließen die Spieler der Iserlohn Roosters am frühen Sonntagabend die Eissporthalle in Wolfsburg.

Jentzsch

Der bitteren 4:5-Overtime-Pleite gegen Mannheim auf eigenem Eis (unser Bild) ließen die Roosters das 0:8-Debakel von Wolfsburg folgen. Das Mason-Team ist auf Rang zwölf abgerutscht, hat nach der Länderspiel-Pause noch neun Play-off-Endspiele.

Die vergangenen sechs Tagen hatten gereicht, nicht nur um in der Tabelle wieder unter den Play-off-Strich zu fallen, sondern auch um ein gehöriges Stück Selbstvertrauen zu verlieren, das man sich in mühsamer Kleinarbeit aufgebaut hatte.

Dabei darf man die Realität nicht vergessen: Nur ein Punkt trennt vor den verbleibenden neun DEL-Partien das blau-weiße Team von den Endrunden-Rängen. Spuren aber hat das 0:8 dennoch hinterlassen.

„Am Ende war es nur ein Spiel, es ging um drei Punkte, es war eine Niederlage – nicht mehr und nicht weniger“, sagt Verteidiger Collin Danielsmeier. Recht hat er, zumal die Niederlage von Wolfsburg aufgrund des Spielverlaufs nachvollziehbar ist und wahrscheinlich gar nicht anders hätte kommen können. Ein frühes 0:1 neben hervorragendem Forechecking des Gegners zwingt Cheftrainer Mason zur Auszeit. In der versucht er zwar seine Mannschaft neu einzustellen, die aber kann sich gar nicht finden, da nach zwei selbst verschuldeten Hinausstellungen das 0:2 fällt und man mental endgültig in ein Loch fällt. So folgen die Gegentreffer drei und vier. Als Tero Leinonen, dem man seine mangelnde Spielpraxis anmerkte, aus dem Tor ging, war die Partie entschieden. Tim Siekmann gab zwar sein Bestes, aber auch er konnte nichts mehr an der Niederlage ändern, dafür waren die Leistungen seiner gefrusteten Vorderleute zu schlecht.

„So etwas ist einfach nicht akzeptabel. Wir waren einfach schlecht und ganz besonders ich. Bei vier von acht Toren war ich auf dem Eis und konnte der Mannschaft überhaupt nicht helfen“, sagte ein tief enttäuschter Stefan Langwieder. Selbstkritische Äußerungen gab es genug, die eindeutig beweisen, dass das Team die Pleite nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Bleibt die Frage, was ein Einsatz von Sebastién Caron verändert hätte. „Vielleicht hätte er, ohne den beiden anderen einen Vorwurf zu machen, die Chance gehabt, uns bei vier von acht Gegentoren zu helfen“, mutmaßt Manager Karsten Mende. Konnte er aber nicht, denn Caron war nach Driendls Foul aus dem Krefeld-Spiel daheim geblieben – verletzt. „Wir hoffen, dass er nach der Pause für uns spielen kann“, so Mende. Sicherheiten hat er nicht.

Unterdessen hat DEL-Schiedsrichterchef Holger Gerstberger im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt: „Die Roosters haben recht!“ Gemeint ist die Aussage der Sauerländer, die nach Videostudium eine Strafe gegen Driendl gefordert haben. Noch am Dienstagabend hatte der Beobachter der DEL vor Ort gesagt, es sei keine Strafe gewesen. „Wir machen natürlich auch Fehler, genauso wie die Spieler, hier gibt es nichts zu beschönigen“, so Gerstberger. Er gehört zu denjenigen im System, die offen mit Kritik umgehen. Das aber hilft den Sauerländern nicht. Die Caron-Verletzung hat in Krefeld Punkte gekostet und hatte Sonntag ihren Einfluss. Fakt aber ist auch: Am Ende hat das Team nicht die Leistung gebracht, die nötig gewesen wäre, um sich die Konkurrenz vom Hals zu halten.

Es bleiben neun Endspiele zum Erreichen der Play-offs. Bis dahin hofft Christian Hommel, dass jenes Tischtuch zwischen Fans und Mannschaft geflickt ist, das am Sonntag aus seiner Sicht von einigen „Fans“ beim Wedeln mit weißen Taschentüchern zerrissen worden ist. „Dass wir ein katastrophales Spiel abgeliefert haben, will ich gar nicht verneinen. Aber den Tag müssen wir vergessen. Wir haben nach der Pause noch riesige Spiele und da müssen wir an einem Strang ziehen, Fans und Mannschaft. Lasst uns die neun Spiele noch zusammenstehen, dann können alle von mir aus auf uns eintreten.“

Von Mirko Heintz

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