WOLFSBURG ▪ Das war nichts: Nach einem insbesondere im ersten Drittel indiskutablen Auftritt kassierten die Roosters am Sonntagnachmittag bei den Grizzly Adams Wolfsburg eine 0:8-“Packung“.

© Jentzsch
Desolat: Michael Hackert (rechts) und die Roosters kamen in Wolfsburg böse unter die Räder. ▪
Augenscheinlich war das Team von Cheftrainer Doug Mason nicht bereit, mit dem gleichen Engagement wie der Gegner ins Match zu gehen. Das Resultat: Schon nach 128 Sekunden bejubelte Beardsmore das 1:0 für die Gastgeber. Ohne Gegenwehr der Roosters-Verteidigung hatte er vor dem Tor freie Bahn. Weil Mason ahnte, was passieren würde und seine Mannschaft mit dem Forechecking der Gastgeber überhaupt nicht zu recht kamen, nahm der Kanadier bereits nach 6:11 Minuten (!) seine Auszeit. Fruchten indes tat es nicht. Nach Strafen gegen Rupprich und Blanchard erhöhte Fischer auf 2:0 (8.) – und dann kam es knüppeldick: Zwischen der 11. und 13. Minute schlug Wolfsburg noch dreimal zu, unmittelbar nach dem 4:0 hatte Leinonen zwischen den Pfosten schon Platz für Siekmann gemacht. Erst nach Gegentreffer Nummer fünf fanden die Sauerländer ins Spiel, hatten erste Gelegenheiten, wie Wörles Schuss nach einem Bully-Gewinn von York. Und doch wusste jeder – eigentlich war dieses Match bereits entschieden.
Zwar steigerten sich die Sauerländer merklich, standen deutlich besser in der Defensive, erarbeiteten sich Gelegenheiten vor dem Kasten von Wolfsburgs Keeper Lukas Lang, waren aber auch weiterhin im Abschluss nicht konsequent genug. Die Niedersachsen blieben vor dem eigenen Tor letztlich zu gut organisiert. Tim Siekmann zwischen den Pfosten der Sauerländer mühte sich redlich, zeigte einige gute Paraden, war aber bei beiden Grizzly-Adams-Treffern im Mitteldrittel machtlos.
Beim 6:0 nutzte Laliberté eine Überzahl-Chance, Wolfsburgs siebter Treffer durch Davis ließ dann erneut die Defensive der Roosters alles andere als gut aussehen. So wurden Erinnerungen wach an die beiden höchsten Niederlagen der Roosters in der Clubgeschichte. In München (2000/2001) und bei einer Sonderzugtour in Nürnberg (2007/2008) mussten sich die Sauerländer jeweils mit 0:9 geschlagen geben.
Grizzy Adams: Lang – Schopper, Degon; Paetsch, Fischer; Bina, Kohl; Mayer – Pohl, J. Laliberte, Dzieduszycki; Hospelt, Furchner, Milley; Foster, Beardsmore, D. Laliberté; Davis, Höhenleitner, Huebscher
Roosters: Leinonen (ab 12:11) Siekmann – Cullimore, Blanchard; Danielsmeier, Ardelan; Langwieder, Peltier; Kopitz – York, Wolf, Wörle; Hackert, Fretter, Hommel; Hock, Spina, Holzmann; Rupprich, Ritter
Schiedsrichter: Schütz (Moers)
Tore: 1:0 (02:08) Beardsmore (Foster, D. Laliberté), 2:0 (07:08) Fischer (Dzieduszycki, Hospelt/5:3), 3:0 (10:31) Foster (Kohl), 4:0 (12:11) Hospelt (Furchner, Milley), 5:0 (12:44) Höhenleitner (Davis, Degon), 6:0 (31:19) D. Laliberté (Milley/5:4), 7:0 (36:06) Davis (Degon, Milley), 8:0 (46:43) J. Laliberte (Pohl, Dzieduszycki)
Strafen: Grizzly Adams: 2; Roosters: 14 + 10 (Rupprich)
Zuschauer: 2662



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