ISERLOHN ▪ Alles verspielt oder nur nichts gewonnen? Von Rückschritt zu sprechen wäre falsch, eine Entwicklung hin zu den Play-offs aber war auch nicht zu erkennen. Die Iserlohn Roosters traten bei den Overtime-Pleiten in Nürnberg (2:3) und gegen Straubing (3:4) auf der Stelle und haben nur deshalb nicht an Boden verloren, weil zwei Punkte vom Wochenend-Ligaschnitt nicht so weit entfernt sind. Dennoch gilt: Wer die Play-offs will, muss Siege einfahren – nur dann schafft man den Sprung in den Meisterschaftsendspurt.

© Jentzsch
Sean Blanchard, der die Scheibe hier vor dem Ex-Iserlohner Daniel Sparre aus der Gefahrenzone befördert, sammelte gegen Straubing drei Scorerpunkte (ein Tor, zwei Assists). Mit seiner Mannschaft reichte es allerdings nur zu einem Zähler.
Dass das nicht funktioniert hat, muss sich die Mannschaft vorwerfen lassen. Sie hat nach vier Siegen in Serie in Nürnberg und gegen Straubing nicht das Leistungsniveau abgerufen, das man von einem ambitionierten Team erwarten muss. „Auswärts sind wir nicht gut gestartet und haben wieder einen Gang zurückgeschaltet, als es besser gewesen wäre, noch einen höher zu schalten. Diese Niederlage müssen wir uns selbst zuschreiben“, bestätigt Stürmer Michael Hackert, der selbst mit den Ice Tigers in Verbindung gebracht wird.
Trotzdem wollten die Sauerländer Nürnberg abhaken, sich auf Straubing konzentrieren. Das ist gelungen. Gegen die Niederbayern waren die Roosters in Drittel eins bärenstark, machten nur die Tore nicht. Anschließend kamen die Fouls (auf beiden Seiten) und Schiedsrichter Schimm ins Spiel, der zu viel Einfluss nahm auf die Partie. „Jedes Wochenende müssen wir drei Punkte holen – das habe ich gesagt, diesmal ist es uns nicht gelungen. Da wir in den letzten Wochen allerdings gut gearbeitet haben, konnten wir uns diese Spiele mit nur zwei Punkten leisten“, sagt Doug Mason. Trotzdem weiß der Kanadier, dass am Freitag gegen die Eisbären Berlin und am nächsten Dienstag in Krefeld mehr Zählbares folgen muss.
Mehr will er nicht sagen. In Anbetracht der noch immer schwierigen Verletzungssituation aber scheint das Handeln sinnvoll zu sein. Tim Siekmann, bislang zweiter Keeper, hat sich vor etwas mehr als einer Woche die Kuppe des linken Mittelfingers gebrochen und kann nicht trainieren: „Ich habe es am Wochenende versucht, aber die Schmerzen sind einfach zu groß.“
Sehnsüchtig warten die Sauerländer auch auf die Rückkehr von Thomas Holzmann. Der soll nach der Nationalmannschaftspause Mitte Februar einsetzbar sein und brennt aufs Comeback: „Die Schmerzen klingen ab, ich denke, es dauert maximal noch ein oder zwei Wochen.“ Er wäre definitiv ein Gewinn.
Von Mirko Heintz



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.