Ausnahmegenehmigungen

WADA bestätigt weitere Veröffentlichungen durch Hacker

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WADA-Generaldirektor Olivier Niggli bestätigte die Veröffentlichungen. Foto: Laurent Gillieron

Montréal (dpa) - Eine russische Hacker-Gruppe hat WADA-Daten von weiteren Sportlern veröffentlicht. Das bestätigte die Welt-Anti-Doping-Agentur in einer Mitteilung auf ihrer Homepage. Unter den Athleten sind nach WADA-Angaben auch fünf Deutsche.

Nun seien vertrauliche Informationen von 25 Sportlern aus acht Nationen durch die Hacker publik gemacht worden, erklärte die WADA. Insgesamt seien 29 Sportler von den Veröffentlichungen betroffen, sagte WADA-Generaldirektor Olivier Niggli.

Die russische Hacker-Gruppe, die sich "Fancy Bears" nennt, hatte zuvor die Accounts von mehreren amerikanischen Topathleten bei der WADA durchsucht. Sie stellten dabei bereits mehrere medizinische Ausnahmegenehmigungen für Mittel der Athleten ins Internet.

Die viermalige Turn-Olympiasiegerin Simone Biles, Tennis-Star Venus Williams und Basketball-Olympiasiegerin Elena Delle Donne hatten sich nach den ersten Veröffentlichungen gewehrt und die Vorwürfe zurückgewiesen. Sie bekamen dabei Unterstützung von der WADA und dem Internationalen Olympischen Komitee IOC.

Sportler dürfen mitunter Medikamente einnehmen, die auf der Dopingliste stehen, müssen dafür aber eine medizinische Ausnahmegenehmigung vorweisen.

"Wir bedauern, dass diese Kriminellen versucht haben, den Ruf der betroffenen Athleten auf diese Weise zu schädigen", sagte Niggli in dem neuen Statement.

Mitteilung WADA

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