Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro sind eröffnet

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Kipchoge Hezekiah Keino wird mit der erstmals vergebenen Auszeichnung "Olympic Laurel" ("Olympischer Lorbeer") geehrt. Foto: Tatyana Zenkovich

Rio de Janeiro (dpa) - Brasiliens Interimspräsident Michel Temer hat die XXXI. Olympischen Spiele in Rio de Janeiro eröffnet.

Das Staatsoberhaupt gab am Freitag um 23.27 Uhr Ortszeit das offizielle Startsignal für das größte Sportereignis der Welt. Es sind die ersten Olympischen Spiele in Südamerika.

Temer war zu Beginn der Feier anders als vorgesehen nicht offiziell vorgestellt worden, womöglich aus Angst vor Pfiffen und Protesten gegen den umstrittenen Politiker. Bei seinem Satz zur Eröffnung der Spiele wurde er ausgepfiffen.

Das Gastgeberland präsentierte sich zuvor vor 50 000 Zuschauern im Maracanã-Stadion und einem Milliarden-Publikum vor den Fernsehgeräten als lebensfrohe, bunte Nation voller Musik und Schönheit. Doch es gab auch nachdenkliche Momente, als die weltweite Erderwärmung und ihre verheerenden Folgen thematisiert wurden.

Einer der Höhepunkte der mehrstündigen stimmungsvollen Party war der Einzug der 207 Teams. Die deutsche Mannschaft wurde von Tischtennisspieler Timo Boll als Fahnenträger angeführt. Bis zum 21. August werden mehr als 11 000 Athleten aus über 200 Ländern in 306 Wettbewerben um Medaillen kämpfen. Auch zehn Flüchtlinge werden dabei sein, für die das Internationale Olympische Komitee erstmals ein eigenes Team gegründet hat. Die Mannschaft wurde begeistert empfangen.

Ein besonderer Augenblick war die erstmals vergebene Auszeichnung "Olympic Laurel" ("Olympischer Lorbeer") an die Läuferlegende Kipchoge Keino. Der zweimalige Olympiasieger aus Kenia wurde für sein Engagement für Bildung, Kultur, Entwicklung und Frieden geehrt.

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