Gladbacher Herrmann erleidet Kreuzbandriss

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Patrick Herrmann erlitt einen Kreuzbandriss. Foto: Federico Gambarini

Nach Stranzl nun Herrmann. Borussia Mönchengladbach hat den zweiten Langzeitverletzten. Das macht's nicht leichter. Immerhin muss der Nationalspieler wohl nicht operiert werden.

Mönchengladbach (dpa) - Schwerer Rückschlag für Borussia Mönchengladbach: Nach dem Ende der Misserfolgsserie in der Fußball-Bundesliga muss der Club nun mehrere Monate auf seinen Nationalspieler Patrick Herrmann verzichten.

Wie der Verein mitteilte, hat sich der 24-Jährige einen Riss des hinteren Kreuzbandes im linken Knie zugezogen. Damit ist der Flügelspieler nach Martin Stranzl, der wegen eines Augenhöhlenbruchs pausieren muss, der zweite Gladbacher Stammspieler, der länger ausfällt.

Herrmann soll nach Angaben des Vereins zunächst nicht operiert werden. "Nach Rücksprache mit mehreren Kniespezialisten haben wir uns dazu entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt von einem operativen Eingriff abzusehen", sagte Mannschaftsarzt Stefan Hertl in einer Pressemitteilung. Der 24-Jährige werde sich "in den kommenden vier Wochen erst einmal eigenständig intensiven Rehabilitationsmaßnahmen unterziehen. Danach werden wir mit dem Verein und dem Spieler über das weitere Vorgehen entscheiden", wurde Hertl weiter zitiert.

Borussias Nationalspieler war gerade erst von einer Knieverletzung genesen. In einem Testspiel hatte er sich eine schwere Kapselreizung im linken - nun erneut verletzten - Knie gezogen. Im ersten Spiel unter Interimstrainer André Schubert kehrte Herrmann gegen den FC Augsburg (4:2) ins Team zurück und war einer der Garanten für die Wende. Auch bei der Heimpremiere in der Champions League gegen Manchester City war er dabei und schwärmte anschließend von "Gänsehautatmosphäre" nach seinem ersten Spiel in der europäischen Königsklasse.

Nun war es möglicherweise auch sein letzter internationaler Auftritt in diesem Wettbewerb. Das dürfte nun die Einsatzchancen von André Hahn und Ibrahima Traoré erhöhen. Beide waren zuletzt nicht immer erste Wahl. Für die Gladbacher wird die Situation dadurch nicht leichter. Sportdirektor Max Eberl hatte immer betonte, dass drei oder vier Spieler aus der Mannschaft nicht wegbrechen dürfen. Herrmann zählt sicherlich dazu.

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