Letzter Test: Weltmeister-Korsett - Schweinsteiger zurück

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Bastian Schweinsteiger will gegen die Ungarn ein paar Minuten spielen. Foto: Christian Charisius

Es ist die Generalprobe vor dem EM-Auftakt gegen die Ukraine. Bundestrainer Löw bescheinigte seinem Team bisher eine gute Vorbereitung - der Beweis muss nun folgen. Die Weltmeister bilden das Korsett. Kapitän Schweinsteiger ist als Ersatzkraft zurück.

Gelsenkirchen (dpa) - Acht Tage vor dem Ernstfall gegen die Ukraine testet die deutsche Nationalmannschaft ihre EM-Form gegen Ungarn. Bundestrainer Joachim Löw ist mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden.

Gegen EM-Teilnehmer Ungarn wollen sich die DFB-Kicker noch ein Erfolgserlebnis verschaffen - und am Samstag (18.00 Uhr) in der Arena auf Schalke auch die Fans in Europameisterschafts-Stimmung versetzten.

DIE PROBLEMFÄLLE: Bastian Schweinsteiger hat nach seinen zwei schweren Knieverletzungen den Anschluss gefunden, trainierte in der Schweiz eine Woche mit dem Team. "Bastian Schweinsteiger kommt immer besser in Rhythmus", berichtete Löw. Wettkampf allerdings ist noch einmal anders. Für 20 bis 25 Minuten soll der Kapitän in Gelsenkirchen eingewechselt werden. Mats Hummels steckt nach seinem Muskelfaserriss in der Wade noch im Aufbauprogramm. Den Turnier-Auftakt am 12. Juni wird der Neu-Münchner verpassen.

DAS GERÜST: 14 Weltmeister nehmen die EM-Titelmission in Frankreich in Angriff. Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Sami Khedira, Toni Kroos, Thomas Müller und Mesut Özil bilden den Kern der Mannschaft. "Wir haben viele erfahrene Spieler dabei, die den jungen helfen müssen und werden", sagte Hummels. Auch der Kölner Jonas Hector ist links in der Abwehrkette gesetzt. Nationalmannschafts-Rückkehrer Mario Gomez ist Favorit für die Besetzung der Angriffsspitze.

DIE STIMMUNG: Im Trainingscamp am Lago Maggiore ist "sehr konzentriert und sehr fokussiert" gearbeitet worden, bescheinigt der Bundestrainer seinen 23 EM-Spielern. In den Spielformen ging es aggressiv zur Sache. Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz. Den Teamgeist sieht Löw als "ganz wesentlich" für das schwere Turnier vom 10. Juni bis 10. Juli in Frankreich.

DIE VAKANTEN PLÄTZE: Gegen Ungarn werden wohl der Schalker Benedikt Höwedes rechts und Shkodran Mustafi in der Mitte neben Boateng und Hector verteidigen. Der junge Münchner Joshua Kimmich drängt nach. "Jo hat sich wie alle anderen jungen Spieler top präsentiert, war sehr konzentriert, mit dem nötigen Selbstbewusstsein, das ihn auszeichnet. Alle jungen Spieler machen hier einen starken Eindruck", sagte Löw-Assistent Thomas Schneider.

DAS GEBURTSTAGSKIND: Lukas Podolski feiert am Samstag seinen 31. Ehrentag. Und der Oldie ist zurück, frisch wie lange nicht. Vor seinem siebten Turnier könnte der 127-malige Nationalspieler gegen Ungarn sogar wieder in der Startelf stehen. "Er wirkt sehr austrainiert, ist spritzig", betonte Co-Trainer Schneider. Podolski ist mit 48 Treffern der erfolgreichste Torschütze im EM-Kader. Und auf seiner Position im linken Mittelfeld wird noch ein Mann für die erste Elf gesucht.

DER SPARRINGSPARTNER: Der DFB-Trainerstab sieht die Ungarn ähnlich wie die Vorrundengegner Ukraine, Polen und Nordirland. Der Weltmeister muss Wege gegen eine kompakte Defensive finden und zugleich Konter vermeiden. Zum 34. Mal ist Ungarn der Gegner der DFB-Auswahl. Die Bilanz ist mit 12:11 Siegen knapp positiv.

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