Bayern schauen nur auf Atlético - Zittern im Ländle

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Für den designierten Meister steht das wirklich wichtigste Spiel am Mittwoch in Madrid an. Foto: Annegret Hilse

In der Bundesliga fiel der große "Samstag der Entscheidungen" aus. Der FC Bayern muss noch bis mindestens kommende Woche auf den vierten Meistertitel in Serie warten. Der Abstieg von Hannover 96 wurde auf Sonntagabend oder wohl auf kommendes Wochenende vertagt.

Berlin (dpa) - Nach den Samstagspartien des 31. Spieltages in der Fußball-Bundesliga sind die wesentlichen Entscheidungen noch nicht gefallen - und doch können sich manche Clubs wie Köln oder Ingolstadt schon jetzt entspannen.

Für den designierten Meister FC Bayern steht das wirklich wichtigste Spiel am Mittwoch in Madrid an, bevor die vertagte Meisterparty in München starten kann.

Die Meisterfrage: Eine erneute Meisterfeier mit den Bayern in Berlin wäre für Pep Guardiola schön gewesen. Aber notwendig war sie nicht. Das 2:0 gegen die Hertha wurde als Übergangsspiel verbucht. Wichtiger als Datum oder Ort des Titelgewinns ist ohnehin das Hinspiel im Halbfinale der Champions League am Mittwoch bei Atlético Madrid. "Es ist schwierig in dieser Periode mit drei Wettbewerben und sieben Punkten Vorsprung. Manchmal ist es schwer, 100 Prozent zu geben", sagte Guardiola. Gefeiert wird am kommenden Samstag, wenn es gegen Borussia Mönchengladbach einen weiteren Sieg gibt.

Die Champions League: Bayer Leverkusen gewinnt nach 0:2-Rückstand noch 3:2 auf Schalke. Als Dritter hat die Werkself nun fünf Punkte Vorsprung auf die Hertha und das direkte Königsklassen-Ticket fast sicher. Dahinter kämpft das Quartett Hertha (49), Gladbach (45), Mainz (45) und Schalke (45) zumindest noch um den Playoffplatz. Gladbach und Mainz können mit Siegen am Sonntagabend noch ganz nah zur Hertha aufschließen.

Die Europa League: Der 1. FC Köln ist mit 40 Punkten Achter. Dass die Rheinländer noch in den Kampf um einen Europacup-Platz eingreifen erscheint bei mindestens fünf Punkten Rückstand auf Platz sieben aber unrealistisch. Wahrscheinlich werden die drei Verlierer aus dem Rennen um den Playoff-Platz für die Champions League die deutschen Starter in der Europa League stellen. Das wäre dann für dieses Trio angesichts der Ausgangslage tatsächlich der viel beschworene Cup der Verlierer. Für die kraftlosen Wolfsburger ist nach dem 0:2 gegen Augsburg auf Platz zehn nicht einmal mehr dieses Ziel realistisch.

Die Abstiegsfrage: Köln gerettet durch das 4:1 gegen wieder wackelnde Darmstädter, Ingolstadt gerettet durch das 2:2 gegen das wackere, aber weiter abgeschlagene Hannover. Und der Hamburger SV hat sich durch das 2:1 gegen Bremen praktisch aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Augsburg ist nach dem 2:0 in Wolfsburg auf dem besten Weg. Das kann der VfB Stuttgart nach dem 0:3 gegen Dortmund nicht von sich behaupten. Im Ländle zittert man als 15. schon jetzt vor dem Montagsduell (2. Mai) beim Tabellennachbarn aus Bremen. Frankfurt und Hoffenheim haben noch die Chance, am Sonntag Punkte zu sammeln.

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