Williams, Djokovic und jetzt Asarenka

Favoritensterben bei Australian Open

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Titelverteidigerin Victoria Asarenka musste sich Agnieszka Radwanska geschlagen geben.

Melbourne - Das Favoritensterben bei den Australian Open nimmt kein Ende. Erst erwischte es Serena Williams, dann Novak Djokovic und jetzt ist auch Victoria Asarenka ausgeschieden.

Nach den Herren bekommen auch die Damen bei den Australian Open einen neuen Champion. Einen Tag nach der überraschenden Niederlage von Titelverteidiger Djokovic gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka schied in Victoria Asarenka auch die Melbourne-Siegerin des vergangenen Jahres aus. Die Weißrussin musste sich Agnieszka Radwanska aus Polen mit 1:6, 7:5, 0:6 geschlagen geben.

Damit sind bei den Australian Open erstmals seit Einführung des Profitennis beide Titelverteidiger im Viertelfinale ausgeschieden. Letztmals bei einem Grand-Slam-Turnier war dies 1997 bei den French Open geschehen, als unter anderem Vorjahressiegerin Steffi Graf in der Runde der letzten Acht scheiterte.

Radwanska trifft nun im Halbfinale an diesem Donnerstag auf die Slowakin Dominika Cibulkova, die der Rumänin Simona Halep beim 6:3, 6:0 keine Chance ließ. Im anderen Vorschlussrunden-Duell spielen Vorjahresfinalistin Li Na aus China und die 19 Jahre alte Kanadierin Eugenie Bouchard gegeneinander.

Vierte Niederlage in 16 Duellen

„Im ersten und im dritten Satz habe ich einfach zu viele Fehler gemacht“, sagte Asarenka nach ihrer erst vierten Niederlage im 16. Duell mit Radwanska. „Wenn ich wüsste, dass ich nicht viel besser spielen kann als heute, wäre es am besten, sofort mit dem Tennis aufzuhören“, sagte die Weltranglisten-Zweite frustriert. „Sie hat einfach alles ein bisschen besser gemacht als ich. Ich habe nur geguckt, wie ein Zuschauer.“

Radwanska benötigte genau zwei Stunden für ihren Erfolg, durch den sie erstmals bei den Australian Open im Halbfinale steht. „Viel besser als im dritten Satz kann ich kaum spielen“, sagte die 24-Jährige. Bislang hatte sie lediglich in Wimbledon zweimal das Viertelfinale überstanden. „Ich denke, der Schlüssel war der Beginn des dritten Satzes“, sagte die Nummer fünf der Welt, die der indisponierten Asarenka im entscheidenden Durchgang eine Lehrstunde erteilte.

Die Slowakin Cibulkova hatte zuvor im ersten Viertelfinale des Tages wenig Mühe. Für ihren klaren Erfolg gegen Halep benötigte die 24-Jährige gerade einmal eine Stunde. „Ich denke, der Hauptunterschied war, dass ich bereits einige Male im Viertelfinale eines Grand Slams stand“, sagte Cibulkova. In der Tat schien die 22 Jahre alte Halep bei ihrem ersten großen Match auf der Major-Bühne von ihren Emotionen überwältigt. „Ich konnte damit nicht umgehen, war auf dem Platz nicht glücklich“, sagte die Aufsteigerin des vergangenen Jahres.

dpa

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