Krise nach fünf Pleiten

So schneiden die Schalker Neuzugänge bislang ab

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Auf Formsuche: Schalkes Neuzugäge Breel Embolo (l.) und Abdul Rahman Baba.

Hamm - Viele Neuzugänge von Schalke 04 wurden extrem gefeiert, doch nur wenige wissen bislang tatsächlich zu überzeugen. Nach dem fünften Spieltag stellen wir ein Zwischenzeugnis aus.

Neue Spieler, die der Mannschaft eine neue Mentalität verpassen und Schalke 04 natürlich auch qualitativ verstärken. Das war das Beuteschema von Manager Christian Heidel und Trainer Markus Weinzierl bei der Verpflichtung weiterer Profis. Nach dem Horror-Start in der Bundesliga mit fünf Niederlagen aus den ersten fünf Partien stellt sich die Frage, ob sie wirklich so gut passen. Wir stellen den Neuzugängen von Schalke 04 ein Zwischenzeugnis aus.

Abdul Rahman Baba: Die Leihgabe des FC Chelsea bringt noch nicht das, was sich die Schalker von ihm versprochen hatten. Beim 1:0-Sieg in der Europa League beim OGC Nizza war er zwar der gefeierte Tor-Held, ragte sonst aber nicht heraus. Da muss weit mehr kommen, wenn er sich dauerhaft für Königsblau empfehlen will.

Naldo: Der Brasilianer wurde als Transfer-Coup von Heidel gefeiert, lotste er ihn doch ablösefrei von Wolfsburg nach Gelsenkirchen. Statt der Abwehr mit seiner Erfahrung Stabilität zu verleihen, verschuldete er in den ersten vier Partien vier der acht Gegentore, saß beim 1:2 bei 1899 Hoffenheim auf der Bank. "Natürlich gab es die ein oder andere Situation, in der er nicht glücklich aussah", räumte Heidel in der Bild ein. "Aber man kann nicht alles an ihm festmachen." 

Coke: Der Spanier zog sich bereits in seinem ersten Testspiel für Schalke 04 einen Riss des hinteren Kreuzbandes zu und wird schmerzlich auf der rechten Abwehrseite vermisst, sollte der Spanier dem Team doch ebenfalls mit seiner Erfahrung und vor allem Mentalität helfen.

Nabil Bentaleb: Wurde schon nach seinem ersten Einsatz für Schalke 04 als neues Kampfschwein gefeiert. Nicht zu Unrecht, erwies er sich doch schnell als der erhoffte Anführer im Mittelfeld, der auch noch klasse Pässe spielt. Allerdings hat die Leihgabe aus Tottenham auch Phasen, in denen er der Mannschaft mit seinen teils überheblichen Aussetzern alles andere als hilft. In Hoffenheim leitete er mit einem Fehlpass das zweite Gegentor ein, auch beim 0:2 in Berlin patzte er.

Benjamin Stambouli: Funktioniert eigentlich gut auf der Doppel-Sechs neben Nabil Bentaleb. Leitete allerdings mit einer unnötigen Aktion die Niederlage in Berlin ein. In Hoffenheim wirkte er zuletzt ebenfalls blass, unauffällig und harmlos. Fiel bislang weniger als Arbeiter auf dem Platz auf. Hat daher definitiv noch Luft nach oben.

Das sind die teuersten Neuzugänge der Vereinsgeschichte

Yevhen Konoplyanka: Stieß erst spät zum Team und ist bislang nicht die erhoffte Verstärkung auf der rechten Außenbahn. Stand einmal gegen den FC Bayern in der Startelf, wurde von Trainer Markus Weinzierl aber bereits nach 55 Minuten ausgewechselt. In Hoffenheim stand er nicht einmal mehr im Kader.

Breel Embolo: Der 27-Millionen-Mann ist ebenfalls noch nicht der erhoffte Ersatz für Leroy Sané. Der Schweizer braucht sichtbar noch Zeit, um sich an das Niveau der Bundesliga zu gewöhnen, setzt sich vielleicht auch wegen der hohen Ablösesumme etwas unter Druck. Nach der Pleite in Hoffenheim brach er sogar in Tränen aus und nahm sich das deutlich zu Herzen. Er kämpft sichtlich, benötigt aber eine Weile, um sich zu akklimatisieren.

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Quelle: wa.de

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