Augsburgs Trainer vor heikler Schalke-Reise

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Andre Breitenreiter und Markus Weinzierl.

Augsburg/Gelsenkirchen - Nach dem 0:0 des FC Augsburg gegen Köln spielt die Konkurrenz im Abstiegskampf nicht mit. 37 Punkte bringen keine Sicherheit. Coach Weinzierl ist nun da gefordert, wo er künftig arbeiten könnte.

Markus Weinzierl hat beim FC Augsburg noch einen letzten großen Saisonwunsch. "Wir wollen uns auf kein Endspiel gegen den Hamburger SV am letzten Spieltag einlassen", sagte der Trainer nach dem 0:0 gegen den 1. FC Köln. Der verpasste Sieg am Freitagabend, besonders aber die Erfolge von Hoffenheim und Frankfurt am Tag danach spitzten die Situation auch für den FCA mit seinen 37 Punkten zu. Und auf Trainer Weinzierl kommt nun eine brisante letzte Auswärtsreise in dieser Saison zu.

Am kommenden Samstag müssen die Augsburger beim FC Schalke 04 antreten, dem Verein, mit dem Weinzierl seit Wochen in Verbindung gebracht wird. Schalke kämpft noch um die Champions League, Augsburg um den Klassenverbleib, das verspricht heiße 90 Minuten. Der 41 Jahre alte Weinzierl rückt da natürlich in den Fokus. FCA-Manager Stefan Reuter umschiffte die Frage nach dem Zeitpunkt der Entscheidung in der Trainerfrage darum auch ein weiteres Mal. "Was für eine Entscheidung? Die ist doch gefallen, er hat einen Dreijahresvertrag", erklärte Reuter. Er fügte aber schließlich auch noch hinzu: "Warten wir auf den richtigen Zeitpunkt."

Ausgerechnet auf Schalke könnte Weinzierl dem FC Augsburg also nach vier gemeinsamen Jahren mit der Rettung ein schönes Abschiedsgeschenk machen. 37 Punkte garantieren diese nämlich noch nicht. "Wir können aber weiter selbstbewusst an die Sache rangehen", meinte Routinier Halil Altintop nach der Nullnummer gegen Köln. "Der Punkt kann am Ende Gold wert sein", urteilte auch Teamkollege Markus Feulner.

"Die letzten vier Spiele sprechen für uns: Zehn Punkte, nur ein Gegentor", betonte Altintop. Auch in Überzahl nach der Gelb-Roten Karte für den Kölner Matthias Lehmann (57.) war dem FCA nicht das 200. Bundesligator gelungen. 39 Punkte hätten Sicherheit bedeutet.

Nach Spielschluss haderten die Gastgeber weniger mit sich selbst als mit dem Schiedsrichtergespann um Tobias Welz, das in der 13. Minute ein Handspiel von Anthony Modeste im Strafraum übersehen und den fälligen Elfmeter nicht gegeben hatte. "Ich weiß gar nicht, was Modeste so weit oben mit dem Arm macht. Ein klareres Handspiel gibt es nicht", schimpfte Reuter, der von Volleyball sprach. "Wahnsinn! Der Linienrichter hat eine überragende Sicht. Das war eine klassische Szene für den Videoschiedsrichter", erklärte Reuter.

Kein Elfmeter, kein Sieg, die Abstiegsgefahr ist damit nicht gebannt. FCA-Torwart Marwin Hitz blieb dennoch ganz gelassen vor den letzten 180 Saisonminuten auf Schalke und beim möglichen Endspiel gegen den HSV. Der Schweizer verkündete: "Beunruhigt war ich das letzte Mal am 12. Spieltag, als wir hier gegen Bremen verloren haben." - dpa

Quelle: wa.de

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