Schalkes Cheftrainer ging erst einmal auf Tauchstation

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Erst nachdem André Breitenreiter am Samstag aus den Katakomben der Arena zurückgekehrt war, versammelte er die Mannschaft auf dem Platz um sich. 

Gelsenkirchen - Erstmals in dieser Saison veschwand André Breitenreiter nach dem Schlusspfiff direkt in den Katakomben der Arena. Kein spontanes Abklatschen, kein direktes Aufmuntern, Schalkes Cheftrainer ging erst einmal auf Tauchstation.

Einige Minuten später stand er dann doch wieder auf dem Platz, hatte die Mannschaft um sich versammelt – und zuckte bei seiner Ansprache mehrfach mit den Schultern. Das aus Schalker Sicht für Entsetzen sorgende Spiel am Samstagabend dürfte Breitenreiters Schicksal endgültig besiegelt haben. 

Der 42-Jährige, der angetreten war, um der Mannschaft die in Gelsenkirchen hoch geschätzte Kunst des „Malochens“ wieder beizubringen, muss sich sein Scheitern eingestehen. Dass die Schalker trotz aller Rückschläge und einem Dutzend Saisonniederlagen immer noch auf Rang sieben stehen, verdanken sie in erster Linie der ebenfalls immer wieder patzenden Konkurrenz – wie an diesem Wochenende Wolfsburg und Ingolstadt. Hätten diese beiden Klubs ihre Spiele gewonnen, wäre am Samstag in Gelsenkirchen wohl noch mehr Alarmstimmung gewesen. 

Fünf Punkte Vorsprung haben die Schalker nun vor den Verfolgern, drei Spiele stehen noch aus. Es wird spannend sein zu beobachten, welche Konsequenzen das 2:3 gegen Leverkusen auf Schalke haben wird. Der scheidende Manager Horst Heldt bekräftige am Samstag zwar nochmals seine „Jobgarantie“ für Breitenreiter bis zum Saisonende, doch darf angesichts seiner mittlerweile arg beschnittenen Kompetenzen daran gezweifelt werden, ob er diese überhaupt noch erteilen darf. 

Dass Ex-Profi Mike Büskens oder ein anderer "Feuerwehrmann" für die letzten drei Saisonspiele für Breitenreiter übernimmt, wurde am Samstag dementiert. Allerdings wäre dies eine einigermaßen elegante Lösung, die nach Informationen unserer Zeitung ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Breitenreiter hat aus den vergangenen sechs Spielen vier Punkte geholt, davon allein drei Zähler durch den 2:1-Duselsieg gegen Mönchengladbach. Sollten die Schalker auf der Zielgeraden aufgrund des offensichtlichen Führungsvakuums auch noch die Europa League verzocken, wäre das geradezu fahrlässig.

Quelle: wa.de

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