Nabil Bentaleb überzeugt

Schalkes neuer Boss bereichert das Mittelfeld

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Nabil Bentaleb kristallisiert sich immer mehr als neuer Chef auf dem Platz heraus.

Nizza - Schalke 04 lässt mit dem Auftritt beim OGC Nizza auf bessere Zeiten hoffen. Einen großen Anteil daran haben die Neuzugänge - aber auch Trainer Weinzierl und Manager Heidel.

Nabil Bentaleb empfindet es nach so kurzer Zeit in Gelsenkirchen weiterhin „hart“, sich die nachweislich schwer zu erlernende deutsche Sprache anzueignen. Weshalb er sich derzeit am liebsten auf Englisch mit seinem Gegenüber unterhält.

Nach dem Sieg in Nizza wurde der 21-Jährige in der Sprache Shakespeares geradezu poetisch, als er gefragt wurde, wohin der Weg dieser neuen Schalker Mannschaft denn noch führen könnte. „The sky is the limit“, sagte Bentaleb. Auf Deutsch heißt das schlicht: Nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Tatsächlich geben die Schalker durch ihre beiden jüngsten Auftritte gegen Bayern München (0:2) und den OGC Nizza allerlei Hoffnungen auf gute Zeiten. „Die Kurve geht weiter nach oben“, befindet Sportvorstand Christian Heidel. Und Trainer Markus Weinzierl sieht eine „stetige Entwicklung in die richtige Richtung“, die es am Sonntag bei Hertha BSC zu bestätigen gilt.

Neue Doppel-Sechs belebt Schalke

Verantwortlich dafür sind vor allem die Neuzugänge, die Heidel und Weinzierl nach Gelsenkirchen gelockt haben. Mit Benjamin Stambouli und Bentaleb verfügen die Blauweißen jetzt über eine effizient arbeitende Doppel-Sechs, die das zuletzt so blass wirkende Mittelfeld der Schalker bereichern. „Sie passen gut in die Mannschaft und haben sie absolut belebt“, sagt Kapitän Benedikt Höwedes und bezieht hierbei auch Abdul Rahman Baba, den Torschützen gegen Nizza, sowie Yevhen Konoplyanka, Breel Embolo und Naldo mit ein.

Das Warten auf den Ball - Bilder vom Schalker Sieg in Nizza

Eine bislang herausragende Rolle nimmt dabei Bentaleb ein, der sich mehr und mehr als neuer Chef auf dem Platz heraus kristallisiert. „The Boss?“, fragt der algerische Nationalspieler auf entsprechende Anspielungen etwas skeptisch und relativiert: „Es ist ein Teil meiner Rolle auf dem Platz. Ich spiele eben zentral.“

Klares Konzept erkennbar

Bentaleb, den die Schalker zunächst für ein Jahr von Tottenham Hotspur ausgeliehen haben, dürfte Heidel und Weinzierl dazu bewegen, die Kaufoption zu ziehen, falls er weiter solche Leistungen zeigt. Gut 19 Millionen Euro müssten die Königsblauen dann auf die Insel überweisen, doch angesichts des Potenzials dieses Spielers dürfte es gut angelegtes Geld sein.

Nicht nur die Neuzugänge auf dem Platz machen ihre Sache derzeit gut, auch Heidel und Weinzierl haben bislang überzeugt. Im Gegensatz zu Vorgänger André Breitenreiter ist unter Weinzierl ein klares Konzept ersichtlich, das vor allem auf heftiges Gegenpressing und schnelle Angriffe über die Außenpositionen basiert.

Weinzierl von Baba überrascht

Schalke 04 hat wieder einen klar erkennbaren Plan auf dem Platz. Und gemeinsam mit Heidel scheint der 41-jährige Trainer die passenden Spieler verpflichtet zu haben. Dass allerdings Baba nun auch noch zum gefeierten Torschützen wird, hat selbst Weinzierl überrascht, der mit dem schüchternen Ghanaer bereits beim FC Augsburg zusammengearbeitet hat.

 „Baba kenne ich nicht unbedingt als Torjäger“, sagte Weinzierl in Nizza schmunzelnd über den 22-Jährigen. Der Schütze selbst blieb auf dem Teppich und sagte zu seinem Schuss aus spitzem Winkel: „Ich glaube, da habe ich auch ein bisschen Glück gehabt.“

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Quelle: wa.de

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