Stotter-Start in die Bundesliga

Auf Schalke gibt es noch viel Verbesserungsbedarf

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Schalke 04 sieht nach dem Stotter-Start in Frankfurt noch viel Verbesserungsbedarf.

Frankfurt - Schalke 04 lässt bei der Auftaktpleite in Frankfurt vieles von dem vermissen, worauf es in der Vorbereitung hingearbeitet hat. Für Panik ist es aber noch viel zu früh.

Benedikt Höwedes und Ralf Fährmann kennen die Mechanismen bei Schalke 04 nur zu gut. Da klang es fast so, als wollten der Kapitän und der Keeper der Blau-Weißen vorbeugen. „Wir werden jetzt nicht in Hektik verfallen – auch wenn ihr das gerne schreiben dürft, was absolut okay ist“, sagte Höwedes zu den Journalisten. Fährmann meinte mit Blick auf die Tatsache, dass dem Team in gewissen Situationen noch die breite Brust fehle: „Wir arbeiten daran in den nächsten Spielen, in den nächsten Monaten – auch wenn wir die Zeit wahrscheinlich nicht bekommen werden.“

Nein, es herrscht sicherlich noch längst keine blau-weiße Alarmstimmung. Dennoch warf die 0:1 (0:1)-Niederlage zum Bundesliga-Auftakt bei Eintracht Frankfurt einige Fragen auf. Besonders, weil der Stotter-Start irgendwie „typisch Schalke“ war – was nach dem Wunsch von Manager Christian Heidel künftig eigentlich nur noch für etwas Positives stehen soll. Doch in der Partie beim Fast-Absteiger der Vorsaison war von all dem, was Weinzierl in der Vorbereitung mit seiner Truppe erarbeitet hat, nichts zu sehen. Zu harmlos im Angriff. Zu passiv im Mittelfeld. Und oft viel zu unkonzentriert in der Defensive. Die Fehlerkette zog sich konsequent durch sämtliche Mannschaftsteile.

Eintracht führt Schalke vor

„Wir wollten so agieren, wie Frankfurt das gemacht hat: Von der hinteren Reihe ein bisschen höher und vorne etwas druckvoller. Das haben wir leider gar nicht geschafft“, sagte Höwedes. Weinzierl, der mit hängenden Schultern durch die Katakomben schlich und alle seine fünf Auftaktpartien als Bundesliga-Coach verlor, meinte: „Wir hatten uns genau das Gegenteil vorgenommen. Wir haben es im Kopf und in den Zweikämpfen verschlafen.“ So kam die „katastrophale Anfangsphase“, wie sie der Schalker Coach nannte, zustande. Eine, in der S04 mit dem 0:1 durch Alex Meier (13.) noch recht gut bedient war. Hätten die Gastgeber ihre Chancen besser genutzt, wäre das Duell früher entschieden gewesen. „In der ersten halben Stunde hat uns total das Defensivverständnis gefehlt“, monierte Heidel. „Das ist nicht das, was Markus insbesondere in der Vorbereitung immer wieder angesprochen hat: Druck auf den ballführenden Mann auszuüben. Da war gar kein Druck.“

Fährmann fordert agieren statt reagieren

Immerhin stabilisierten sich die Schalker nach einer guten halben Stunde, wenn auch auf bescheidenem Niveau. „Zumindest haben wir verhindert, dass die Frankfurter auf unser Tor zugelaufen sind, wie sie das wollten“, erklärte der Manager Während die Eintracht bei den heißen Temperaturen auch spürbar einige Gänge herausnahm, hatten die Schalker Mühe, ihr Spiel aufzuziehen. Nach vorne ging gegen immer tiefer stehende Frankfurter herzlich wenig. Franco Di Santo, der den Vorzug auf der rechten Offensivseite bekommen hatte und in der Pause durch Breel Embolo ersetzt wurde, konnte nur wenig ausrichten.

Bis das Trikot reißt - Bilder der S04-Pleite in Frankfurt

Auch wenn alle Beteiligten eine „bessere zweite Halbzeit“ gesehen haben: Den Schalker Ansprüchen genügte sie nicht. Selbst nach dem gehaltenen Elfmeter von Ralf Fährmann gegen Meier (68.) oder der Roten Karte gegen Frankfurts Verteidiger Michael Hector (79./Notbremse) machte S04 nicht den Eindruck, die Begegnung noch drehen zu können. Selbst in Überzahl gab es nur noch eine Riesenchance durch Klaas-Jan Huntelaar (81.). "Man hat gesehen, dass es auch nach dem Saisonauftakt noch etwas zu tun gibt“, sagte Heidel. Wir müssen vieles verbessern." So viel, damit später „der Gegner reagiert und wir agieren“, so Fährmann. Schließlich soll das irgendwann mal für „typisch Schalke“ stehen.

Quelle: wa.de

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