Was macht eigentlich der Ex-Schalker?

Sané: Bei City Kurzeinsätze - und nun Rückstufung in die U21

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Leroy Sané wechselte im Sommer von Schalke 04 zu Manchester City.

Ingolstadt - Was macht eigentlich Leroy Sané?  Bei Manchester City kam der Ex-Schalker bislang nur sporadisch zum Einsatz, wurde jetzt "nur" für die deutsche U21 nominiert. Dort steht er im Blickpunkt.

Im Sommer zählte Leroy Sané noch zum DFB-Kader bei der EM-Endrunde, danach folgte der spektakuläre 50-Millionen-Transfer von Schalke 04 zu Manchester City - jetzt aber die Rückstufung zur U21-Nationalmannschaft: Der derzeit teuerste deutsche Fußballer erlebt gerade seinen ersten kleineren Karrieredämpfer.

Sané selbst will die Nominierung für die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz und die abschließenden EM-Qualifikationsspiele gegen Russland am Freitag (18.00 Uhr/Eurosport) sowie in Österreich am kommenden Dienstag keinesfalls als Degradierung verstanden wissen. "Ich freue mich sehr, dass ich hier Spielpraxis sammeln kann. Nicht zuletzt nach der Verletzungspause tut mir das gut", sagte er im Gespräch mit dfb.de.

Denn bei seinem neuen Verein kam Sané auch bedingt durch eine Oberschenkelblessur noch nicht so recht auf Touren. In der Premier League stehen für den 20-Jährige lediglich einige Kurzeinsätze zu Buche, nur im relativ unbedeutenden League Cup durfte er einmal von Anfang an ran. "Klar, ich will unbedingt spielen", sagte er im Sport1-Interview: "Aber man darf nicht vergessen, dass ich bei Manchester City bin. Da sind große Namen und Spieler, deshalb muss ich mich erstmal hinten anstellen." Dennoch ist für Sané alles toll in Manchester. "Die Atmosphäre im Klub ist einfach ganz besonders", sagte er und dass er nach der Verletzung "immer besser in Tritt" komme.

Löw: Sané bei Guardiola in guten Händen

Der Grund, dass sich Sané von Schalke 04 zu den Citizens aufmachte, hat dabei ja eigentlich gar nichts mit dem Verein zu tun, sondern viel mehr mit dem Trainer. Pep Guardiola wollte Sané unbedingt, Sané wollte unbedingt zu Pep Guardiola. "Er ist da in guten Händen", sagte Bundestrainer Joachim Löw im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, "Guardiola kann Spieler gut entwickeln, er hat einen klaren Plan für Leroy Sané. Das weiß ich aus Gesprächen."

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Löw äußerte Verständnis für die Anlaufschwierigkeiten des hochbegabten Flügelspielers, zumal gerade eine solch hohe Ablöse "ein Rucksack für junge Spieler" sein könne. Aber auch Löw hat freilich einen Plan für Sané, die beiden Spiele in der U21 dürften wohl eher ein kurzer Abstecher sein. Womöglich will der Weltmeister-Coach sehen, wie Sané unter einem gewissen Druck mit Verantwortung umgeht.

Sané will vorangehen

Denn auf Sané wird es insbesondere in Ingolstadt ankommen, wenn nicht nur die bisher makellose Bilanz von acht Siegen in acht Spielen ausgebaut werden soll. "Gegen Russland wollen wir die EM-Qualifikation perfekt machen. Wir stehen kurz vor unserem ersten Etappenziel, und das wollen wir mit aller Macht erreichen", sagte U21-Trainer Stefan Kuntz, der Erfolgscoach Horst Hrubesch beerbte und acht Profis aus dessen Olympia-Mannschaft nominierte, die in Rio Silber geholt hatte.

Sané weiß selbst genau, was von ihm erwartet wird. "Ich möchte Verantwortung übernehmen und muss jetzt vorangehen", sagte er. Und wenn er dann zurück in England ist, soll es auch bei den Skyblues besser laufen. "Ich setze mich nicht unter Druck", sagte Sané kürzlich bei einer Trikotvorstellung: "Ich bin 20 Jahre alt und sicher, dass ich meine Spielzeit bekommen werde." Geschenkt wird ihm allerdings gewiss nichts.

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Quelle: wa.de

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