Kommentar zur Wiederwahl von Clemens Tönnies

Gelsenkirchen - Zu der Mitgliederversammlung und der Wahl der Aufsichtsräte für Schalke hat unser Sportredakteur Jens Greinke einen Kommentar geschrieben. 

Clemens Tönnies hat es wieder einmal geschafft: Trotz vieler und teilweise enormer Widerstände wird der 60-Jährige weiterhin maßgeblich die Geschicke des FC Schalke 04 leiten. 

Und er wird die Vereinsfamilie auch in Zukunft in zwei Lager spalten. 

Denn kaum jemand vermag so zu polarisieren in diesem Klub wie „CT“. Die Vorwürfe, die Tönnies im Vorfeld der Wahlen entgegengebracht wurden, sind nicht aus der Luft gegriffen. Dass der machtbewusste Unternehmer immer wieder seine Kompetenzen als Aufsichtsratschef überschreitet und sich eigenmächtig ins operative Geschäft eingreift, ist schon lange kein Geheimnis mehr. 

Und dass diese Einmischungen immer wieder für enorme Unruhe sorgen, ebenso wenig. 

Dennoch glaubt weiter ein Großteil der Mitglieder, dass Tönnies nicht zu ersetzen ist. Doch das Eis ist für ihn in den vergangenen Jahren immer dünner geworden. Viel wird in Zukunft für den Verein davon abhängen, wie sich die neue sportliche Führung entwickelt und profiliert. 

Mit Christian Heidel ist ein starker Manager nach Gelsenkirchen gekommen, der sich nicht so leicht ins Handwerk pfuschen lässt. Der 53-Jährige ist ein Alpha-Tier. Und er strebt viele Neuerungen an, das ließ er auf der Mitgliederversammlung noch einmal anklingen. 

Wichtig wird sein, dass man ihn in Ruhe arbeiten lässt. Auch im Falle von Rückschlägen, die auf alle Fälle kommen werden. Für Tönnies‘ eigene Zukunft auf Schalke wird es darauf ankommen, dass er sich aus dem Tagesgeschäft zurückhält. Er hat für seine eigene Person Kontinuität eingefordert auf der Mitgliederversammlung. Diese muss er auch jenen gewähren, die sie noch dringender benötigen als er selbst. Vor allem Christian Heidel und Markus Weinzierl.

Hier gibt es den Ticker zum Nachlesen

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Jens Greinke

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