Weinzierl braucht mehr Zeit

Kommentar: Zu früh für königsblaue Schwarzmalerei

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Schalkes Trainer Markus Weinzierl braucht Zeit, bis sein System fruchtet.

Für Panik ist es nach dem Schalker Fehlstart in Frankfurt noch zu früh. Trainer Markus Weinzierl braucht mehr Zeit, um seine Vorstellungen umzusetzen. Ein Kommentar.

Dem Schalker Umfeld – und damit auch den Bericht erstattenden Journalisten – wird ja immer ein Hang zum schwere Depressionen erzeugenden Pessimismus nachgesagt. Deshalb seien an dieser Stelle mal die positiven Aspekte des Fehlstarts bei Eintracht Frankfurt aufgezählt. An erster Position steht hierbei der Umstand: Gut, dass jetzt erst einmal zwei Wochen Länderspielpause sind.

Wer jetzt giftigen Zynismus hinter diesen Sätzen vermutet, hat natürlich recht. Aber nur ein bisschen. Markus Weinzierl braucht tatsächlich mehr Zeit, um der Mannschaft seine Vorstellungen nahe zu bringen und die von ihm gewünschte Spielweise einzustudieren. Schalkes neuer Trainer hatte sich bereits vor der Partie in Frankfurt vorsichtig skeptisch gezeigt, als er von einer „zerrissenen Vorbereitung“ gesprochen hatte. Die China-Reise, der Schock über die Verletzung von Neuzugang Coke, die Abstellung von Max Meyer und Leon Goretzka an das Olympia-Team, die späten Verpflichtungen von Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli – all das trübte die Vorbereitung der Königsblauen und ließ diese stocken.

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„Dieses Spiel hat gezeigt, dass man auch nach dem Beginn einer Saison noch viel Arbeit haben kann“, sagte der neue Manager Christian Heidel. Und Weinzierl sagte: „Ich bin mit der ganzen Mannschaft nicht zufrieden.“ Diese klarsichtige Selbstkritik ist ein triftiger Grund zu der Annahme, dass es auf Schalke nicht so weitergeht wie bisher, auch wenn die Partie in Frankfurt dies vorgaukelte.

Anders als seine Vorgänger André Breitenreiter, Jens Keller oder Roberto di Matteo erkennt Weinzierl nicht nur die Baustellen, sondern er spricht sie auch öffentlich an. Und wird dabei von Christian Heidel unterstützend flankiert.

So schließen wir mit einem alten Sprichwort: Pessimisten sehen immer das Ende, Optimisten den Anfang. Denn für Schwarzmalerei ist es bei Königsblau viel zu früh.

Quelle: wa.de

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