Schalkes Europa-League-Gegner

Wie Nizzas Erfolge der leidgeprüften Stadt helfen

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Nizza - Die Spuren und Erinnerungen an den fürchterlichen Anschlag vom 14. Juli sind noch frisch an der Côte d’Azur. Schalkes Europa-League-Gegner hilft dem Bild der Stadt.  

In diesen Tagen über die Promenade des Anglais zu gehen, ist weiterhin mit einem sehr beklemmenden Gefühl verbunden. Die Spuren und Erinnerungen an den fürchterlichen Anschlag vom 14. Juli sind noch zu frisch. Blumensträuße, Spielzeug und Plüschtiere erinnern an das kranke Lkw-Attentat am französischen Nationalfeiertag, das 86 Menschenleben gekostet und über 400 Verletzte hinterlassen hat. Viele der Blumen sind zwar schon lange verwelkt, doch die Leichtigkeit ist noch lange nicht zurück in dieser schönen Stadt an der Côte d’Azur. Das merkten auch die Schalker Fans, die einen Tag vor dem Spiel gegen den OGC Nizza die Orte des Gedenkens besuchten.

Wie die Einwohner von Nizza, die Niçois, musste auch der OGC einen Weg finden, mit dieser besonderen Situation umzugehen. Im ersten Heimspiel der Saison gegen Stades Rennes verzichteten beide Teams auf die obligatorische und in Frankreich sehr aufdringliche Trikotwerbung. Zudem bildeten die Zuschauer durch entsprechende Kleidung ein „R.I.P.“-Zeichen auf der Tribüne zum Gedenken an die Opfer.

Seitdem sorgt der „L'Olympique Gymnaste Club“ mit dafür, dass die Freude sich so langsam wieder breit macht in Nizza. Das Team des neuen Trainers Lucien Favre ist ein paar Jahren hoch ambitioniert und steht aktuell punktgleich mit Spitzenreiter Paris Saint-Germain auf Rang zwei der Ligue 1 und dürfte auch für den FC Schalke 04 (Do., 21.05 Uhr bei uns im Live-Ticker) eine hohe Hürde darstellen.

Favres Handschrift bereits sichtbar

Einerseits, weil sich der OGC prominent verstärkt hat. Mit dem in Liverpool verschmähten Mario Balotelli holte Nizzas Präsident Jean-Pierre Rivere einen internationalen Superstar. Zudem kam der Brasilianer Dante vom VfL Wolfsburg. Mit dem Defensiv-Spezialisten hatte Favre bereits während seiner Zeit als Coach von Borussia Mönchengladbach überaus erfolgreich zusammengearbeitet.

Andererseits dürfte der momentane Höhenflug auch mit Favre selbst zu tun haben. Der als gewiefter Taktiker bekannte Trainer hat es bislang verstanden, dieses noch sehr junge Team in ein hervorragend Fußball spielendes Ensemble zu verwandeln. Und dass der Paradiesvogel Balotelli an der Côte tatsächlich gewillt ist, seriöse Arbeit abzuliefern, bewies er am vergangenen Sonntag beim 3:2-Erfolg im Derby gegen Olympique Marseille, als er sein neues Team mit zwei Treffer zum Sieg führte. Ganz im Sinne des Pragmatikers Favre, der über seinen neuen Star sagte: „Mario ist bisher sehr nett. Wichtig ist, dass er Gas gibt, dass er fit wird. Dann wird er uns helfen. Was er neben dem Platz macht, ist mir egal. Aber er muss Profi sein.“

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Quelle: wa.de

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