Unglückliche Niederlage 

Lewandowski bringt Schalke um den verdienten Lohn

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Robert Lewandowski leitete die Niederlage des FC Schalke 04 gegen Bayern München ein.

Gelsenkirchen - Schalke 04 kassiert gegen den FC Bayern die zweite Niederlage im zweiten Bundesliga-Spiel. Doch die Mannschaft von Trainer Weinzierl präsentiert sich stark verbessert.

82 Minuten war der FC Schalke 04 auf bestem Wege, dem Rekordmeister einen Punkt abzutrotzen. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl hatte bis dahin vieles richtig gemacht. Doch ein genialer Moment von Torjäger Robert Lewandowski reichte München, um die Partie für sich zu entscheiden. Letztlich mussten die Gastgeber den Rasen mit eine unglücklichen 0:2 (0:0)-Niederlage verlassen.

"Schade, denn es war eine sehr engagierte Leistung von uns. Wir waren nicht schlechter und haben Bayern München vor viele Aufgaben gestellt", sagte Weinzierl: "Unterm Strich haben wir 80 Minuten gut ausgesehen. Genauso müssen wir in den kommenden Partien agieren, dann werden wir auch punkten."

Der S04-Coach hatte seine Startformation im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Frankfurt gleich auf sechs Positionen verändert. Für Sead Kolasinac, Junior Caicara, Dennis Aogo, Johannes Geis, Max Meyer und den ohnehin verletzten Franco Di Santo begannen Matija Nastasic, Leon Goretzka und die Neuzugänge Abdul Rahman Baba, Nabil Bentaleb, Benjamin Stambouli und Yevhen Konoplyanka.

Anfangs bot sich den 62.271 Zuschauern in der Schalker Arena das von vielen erwartete Bild. Die Bayern bestimmten das Geschehen auf dem Platz und setzten die Königsblauen unter Druck, ohne dabei große Torgefahr auszustrahlen.

Schalke giftig und aggressiv

Nach acht Minuten setzte Eric Maxim Choupo-Moting mit einer starken Aktion gegen Xabi Alonso das erste Ausrufezeichen auf Seiten der Gastgeber. Weil er ins Wanken geraten war, hatte Nationalkeeper Manuel Neuer mit dem Abschluss keine Mühe. Dennoch war S04 von dem Zeitpunkt an deutlich besser in der Partie, ließ den Rekordmeister aus München kaum noch zur Entfaltung kommen. Ja mehr noch: Die Gastgeber zeigten die von Weinzierl geforderte und beim Saison-Auftakt in Frankfurt vermisste Aggressivität und Giftigkeit, spielten sich so in einen kleinen Rausch und waren über weite Strecken sogar dominierend. Auch, weil der FCB sich viele Unkonzentriertheiten und daraus resultierende technische Fehler leistete.

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Dabei verpassten es die Blau-Weißen allerdings, etwas aus dieser Überlegenheit zu machen. So etwa bei einem Freistoß von Konoplyanka, bei dem seine Mitspieler offensichtlich nicht so recht wussten, was die Leihgabe des FC Sevilla für eine Variante gewählt hatte (18.). Noch knapper war es eine Minute später nach einem Kopfball von Goretzka (19.), den er aber vor die Füße von David Alaba platzierte. Eine bärenstarke Aktion zeigte Linksverteidiger Baba, der seine Aufstellung allein damit rechtfertigte: Erst ließ er Xabi Alonso und Philipp Lahm eiskalt aussteigen, um anschließend in die Mitte auf Huntelaar zu flanken. Der Stürmer bekam die Kugel allerdings nicht unter Kontrolle (38.).

Lewandowski und Kimmich entscheiden Partie

Auf der anderen Seite war die Schalker Defensive um den im Vergleich zum Liga-Auftakt in Frankfurt stark verbesserten Naldo oder seinen ebenso souveränen Nebenmann Matija Nastasic immer dann zur Stelle, wenn die Münchner mal den Vorwärtsgang eingelegt hatten. Mehr als ein abgeblockter Schuss von David Alaba (45.+2) sprang für den Rekordmeister nicht mehr heraus.

Auch wenn die Statistik für die Bayern mehr Ballbesitz aufweist: Das Remis geht absolut in Ordnung. Vor allem durch Aktionen wie die von Huntelaar. Nach Ballverlust von Alonso packte der Stürmer aus 20 Metern den Hammer aus, den Neuer mit Mühe noch an die Latte lenkte (56.). Doch auch die Münchner ließen nicht locker – und Gelegenheiten aus, die Partie zu entscheiden. Erst knallte Douglas Costa die Kugel von der Strafraum-Grenze über die Latte (72.), ehe Robert Lewandowski sogar aus gerade einmal fünf Metern scheiterte. Später zeigte er doch noch seine Torjäger-Qualitäten, als er – durch einen Zuckerpass von Javier Martinez in Szene gesetzt – für den FCB erfolgreich war (82.). Joshua Kimmich legte in der noch den zweiten Treffer nach (90.+2)

Quelle: wa.de

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