"Bin ein schlechter Verlierer"

Bentaleb ist bereit für die Drecksarbeit gegen Bayern

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Schalkes Neuzugang Nabil Bentaleb ist bereit für die Partie gegen den FC Bayern.

Gelsenkirchen - Nabil Bentaleb bringt die bei Schalke 04 lange vermissten Tugenden mit. Die Tottenham-Leihgabe sieht sich als Mann für die Drecksarbeit - genau richtig für die Partie gegen den FC Bayern.

16 Minuten. Viel mehr waren es nicht. Doch die reichten Nabil Bentaleb, um in seinem ersten Auftritt für den FC Schalke 04 zu überzeugen. 16 Minuten, in denen er bei der Pleite zum Liga-Auftakt bei Eintracht Frankfurt noch zu den wenigen Lichtblicken in Blau-Weiß gehörte. Zu denen, die Hoffnung auf Besserung machten.

Zugegeben, das war angesichts des schwachen Auftritts der Mannschaft von Coach Markus Weinzierl kein allzu großes Kunststück. Dennoch war es beeindruckend, wie schnell sich Bentaleb auf Schalke zurechtfindet – vor allem mit Blick auf die Tatsache, dass der defensive Mittelfeldspieler zu diesem Zeitpunkt nur einmal mit dem gesamten Team trainiert hatte. Kampfstark. Aggressiv. Jemand, der sich in den Zweikämpfen behauptete. Die Leihgabe von Tottenham Hotspur bringt all diese Attribute mit, die Weinzierl unbedingt in seiner Truppe haben wollte – und die vor allem in Spielen wie dem kommenden in der heimischen Arena am Freitag gegen den FC Bayern (20.30 Uhr) umso mehr gefordert sind.

Bentaleb: "Bin ein ganz schlechter Verlierer"

Da ist es sogar noch praktischer, dass er noch mehr kann: seine Mitspieler bedienen. „Ich bin sehr schlecht darin, mich selbst zu beschreiben. Ich will mit Leistung überzeugen“, sagt der 21-Jährige, um dann doch noch nachzuschieben: „Ich bin ein Spieler, der niemals aufgibt. Ich sehe mich als Fighter. Und ehrlich gesagt bin ich ein ganz schlechter Verlierer. Ich wollte schon bei meinem ersten Kurzeinsatz in Frankfurt unbedingt gewinnen.“ Dazu charakterisiert er sich als Profi, der von Box zu Box, von Strafraum zu Strafraum läuft. „Ich kann also hinten die Drecksarbeit machen, aber auch in der Offensive mit meinem Passspiel Akzente setzen“, beteuert Bentaleb.

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Ein Typ für die Drecksarbeit. Vor allem so einer hat Schalke im defensiven Mittelfeld gefehlt. Einer, der auch dazu in der Lage ist, sein Team mitzureißen. Anzufeuern. Anzuführen. „Ich kann jede Menge Energie auf den Platz bringen“, erklärt Bentaleb: „Aber es geht immer um das Beste für die Gruppe. Ich werde mich für das Team aufopfern.“ Ob er das auch schon gegen den FC Bayern versuchen darf, „ist die Entscheidung Trainers“, meint der in Frankreich geborene Algerier. Bereit dafür fühlt er sich jedenfalls. Auch körperlich. „Ich hatte in der vergangenen Saison bei Tottenham mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen“, sagt er. Deswegen kam er auch nur auf fünf Liga-Einsätze für die Spurs, im Jahr zuvor waren es immerhin 26. „Jetzt ist alles okay", beteuert Bentaleb: „Ich hoffe, dass ich gesund bleibe.“ Die Zeichen stehen also nicht schlecht für einen Einsatz am Freitag gegen den Rekordmeister aus München.

Quelle: wa.de

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