Abschied "unglücklich und enttäuschend"

Weinzierl kontert Reuter

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Trainer Markus Weinzierl wechselte im Sommer vom FC Augsburg zum FC Schalke 04.

Gelsenkirchen - Sein ehemaliger Vorgesetzter Stefan Reuter kritisiert den Abschied von Markus Weinzierl vom FC Augsburg. Vor dem Wiedersehen wehrt sich der Trainer von Schalke 04. 

Wiedersehen mit dem Ex sind ja immer so eine Sache. Die einen freuen sich darauf, die anderen weniger. Je nachdem, wie die Trennung vonstatten ging. Markus Weinzierl dürfte am Samstag mit einer Mischung aus beidem rechnen, wenn er als Trainer des FC Schalke 04 erstmals seit seinem Abschied im Sommer zum FC Augsburg (15.30 Uhr bei uns im Live-Ticker) zurückkehrt.

Für ihn ist es naturgemäß ein besonderes Duell. Schließlich blickt er auf vier erfolgreiche Jahre beim FCA zurück mit der Qualifikation für die Europa League als Höhepunkt. „Es war eine ganz besondere Geschichte“, so Weinzierl. „Wir haben den Verein entwickelt, ich habe mit vielen guten Jungs zusammengearbeitet. Auf die freue ich mich.“

Ohnehin habe es immer mal wieder losen Kontakt nach Augsburg gegeben, zu Mitarbeitern oder einzelnen Spielern. Einer von ihnen hatte sich auf dafür stark gemacht, den ehemaligen FCA-Coach entsprechend zu empfangen. „Ich hoffe, dass er von unseren Fans warmherzig empfangen wird“, sagt Paul Verhaegh. Selbst Dirk Schuster, Weinzierls Nachfolger beim aktuellen Tabellen-Zwölften, fordert Respekt ein: „Man sollte seine Leistungen würdigen, indem man ihn freundlich empfängt. Alles andere hat hier nichts verloren.“

Kritische Töne von Reuter

Nur einer sieht das etwas anders. Stefan Reuter betonte in den vergangenen Tagen mehrfach, dass der Abschied von Weinzierl „unglücklich und enttäuschend“ gewesen sei. „Es wird von uns keine Blumen und keine offizielle Verabschiedung geben“, erklärt Augsburgs Manager. Von daher könnte es ein Stück weit zu einem Wiedersehen mit Brisanz werden.

Noch im April Weinzierl seinen Vertrag beim FCA bis 2019 verlängert, weil der Klub Kontinuität wollte. Nicht einmal ein Jahr später kam der Coach zu dem Entschluss, etwas anderes machen zu wollen. Er wollte eine Veränderung. „Ich habe den Verein frühzeitig informiert und gesagt, dass ich die Aufgabe nach vier Jahren als abgeschlossen sehe“, sagt er.

Weinzierl würde es wieder so tun

Die Augsburger sehen das anders. Ihnen passte vor allem nicht, dass der 41-Jährige noch vor der offiziellen Verkündung seines Wechsels zu Schalke 04 über seine Zukunft gesprochen hatte. Für Weinzierl sind die Vorwürfe unbegründet. Der Abschied mag unglücklich und enttäuschend gewesen sein, „aber nicht von meiner Seite“, sagt er. Der Trainer habe ehrlich gesagt, „wie es in mir aussieht und was ich gerne hätte. Das war den Augsburgern vielleicht zu früh, aber es war an der Zeit.“

Als er in einem Interview bereits über Schalke gesprochen hatte, sei es so gewesen, „dass der Vertrag schon von meinem Anwalt aufgelöst wurde, dann darf ich auch öffentlich sprechen“, sagt Weinzierl: „Diese Dinge haben wir so gehandhabt, und das würde ich wieder so tun.“ Zumindest von seiner Seite ist es also ein Wiedersehen mit Freude.

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Quelle: wa.de

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