"Nicht trainierbar"

Heidel kritisiert Mentalität einiger Schalker

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Nach Ansicht des Schalker Managers Christian Heidel schätzen sich einige Spieler stärker ein als sie sind.

Hamm - Für Manager Christian Heidel hat der Fehlstart des FC Schalke 04 in der Liga auch mit der Mentalität der Spieler zu tun. Seine Hoffnungen liegen vor allen in einem Neuen, der aktuell verletzt ist.

Die Enttäuschung saß tief. Auch bei Christian Heidel. Der neue Sportvorstand hatte sich den Liga-Start des FC Schalke 04 (0:1 in Frankfurt) gewiss anders vorgestellt. Der Manager scheut sich dabei nach wie vor auch nicht mit Kritik. "Es gibt sicher Spieler in unseren Reihen, die sich stärker einschätzen als sie sind", sagt der 53-Jährige im Interview mit der Sport Bild. "Das sind alles gute Jungs, aber wir müssen die Mentalität verändern. Die ist aber schwer trainierbar. Es kommt also auf den Mix in einem Team an. Deshalb haben wir einige Veränderungen im Kader vorgenommen."

In diesem Zusammenhang bedauere Heidel vor allem die Verletzung von Coke, der sich gleich einen Tag nach seiner Ankunft bei Königsblau eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte. "Seine Art wird uns erst einmal leider fehlen, aber bald helfen", meint der Sportvorstand.

Kader und Rückennummern des FC Schalke in der Saison 2016/2017

Zum Thema Ausgliederung des Vereins in eine Kapitalgesellschaft hat der Manager auch eine klare Meinung: Die wird es unter ihm nicht geben. "Schalke ist einer der größten Vereine der Welt, hat sich mit dieser Struktur in 16 Jahren 15 Mal für den Europapokal qualifiziert und ist Eigentümer eines der schönsten Stadien überhaupt", führt Heidel aus: "Bayern und der BVB sind Aktiengesellschaften, die erfolgreich arbeiten. Der BVB stand aber auch als AG schon mal einen Zentimeter vor der Insolvenz. Eine Ausgliederung ist also keine Garantie für Erfolg. Dafür gibt es genügend Beispiele. Investoren verschenken kein Geld, auch wenn das einige immer noch glauben."

Eine große Einnahmequelle war zuletzt der Transfer von Leroy Sané zu Manchester City. Bis zu 55 Millionen Euro soll Schalke 04 für den Verkauf des Youngster kassieren. Gerüchten zufolge hätten 45 weitere Millionen folgen können, die Tottenham Hotspur angeblich für Max Meyer bieten wollte. Völliger Quatsch, sagt Heidel: "Ich hatte aufgrund der Verhandlungen um Nabil Bentaleb fast zwei Wochen lang täglich mit Tottenham zu tun", so der S04-Manager. Der Name Max Mayer sei dabei "nicht einmal gefallen. Es gab weder eine mündliche oder schriftliche Anfrage."

Quelle: wa.de

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