Mit Wunschkandidaten

Heidel führt finale Gespräche - 0044 lässt alle warten

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Christian Heidel arbeitet weiter an Neuzugängen für Schalke 04.

Gelsenkirchen - Meldungen nach Neuzugängen bei Schalke 04 lassen weiter auf sich warten. Manager Christian Heidel erklärt die Problematik - und verrät, dass seine Wunschkandidaten noch im Rennen sind.

Die Zeit rennt Christian Heidel davon. Streng genommen. In jeder weiteren Stunde, in der der Sportvorstand des FC Schalke 04 keine Neuverpflichtung bekanntgibt, wird es wahrscheinlicher, dass er sein Wort nicht halten kann. „Ich könnte mir selber auf die Mütze hauen“, sagt der Manager. Mit großer Euphorie hatte er am Sonntag verkündet, dass sich das Bild der Mannschaft noch in dieser Woche verändern werde. Heidel räumt ein, sich selbst untreu geworden zu sein: „Ich setze mich nicht selber unter Druck, und dann sage ich so einen dummen Satz.“

Dabei tut der 53-Jährige genau das: sich treu bleiben. Er ist eben kein Typ, der sich schnell einlullen lässt. Keiner, der alles um jeden Preis macht. Sondern einer, der seiner Linie nicht abweicht. Vor allem in Sachen Transfers. Ja, ein Abräumer für das defensive Mittelfeld und ein Offensivspieler sollen noch her. Im Idealfall eher gestern als heute. Doch nicht „auf Teufel komm raus, egal zu welchen Konditionen, nur damit ein Spieler zwei Tage früher da ist“, wie es Heidel formuliert. Sein Trainer Markus Weinzierl pflichtet ihm da bei: „Es gilt, die richtigen Spieler zu verpflichten und nicht einfach zu verpflichten, um sie frühzeitig zur Verfügung zu haben.“ Wenn der Manager die Möglichkeit sehe, „dass es vielleicht zwei Tage später für uns besser über die Bühne gehen könnte“, dann wähle er eben diesen Weg.

0044 verzögert Transfers

Ähnlich hartnäckig blieb er beim Transfer von Leroy Sané. Er verhandelte so lange mit Manchester City, bis der Klub bereit war, auf die Forderungen des Schalker Managers einzugehen. Jetzt ist es allerdings andersherum. Die Forderungen sind zu hoch – eben weil die Klubs wissen, dass die Kasse der Königsblauen nach dem Weggang des Youngsters prall gefüllt ist. „Der Transfermarkt ist teilweise kollabiert“, stellt Heidel fest: „Wenn man mit Klubs außerhalb Englands spricht, bekommt man immer die Antwort: Wir müssen noch ein bisschen warten, es könnte ja mal 0044 anrufen, das ist dann die englische Vorwahl. Das wird sich in den nächsten Tagen noch verändern, wenn 0044 nicht anruft und außerhalb der Insel normale Marktpreise bezahlt werden. Deswegen müssen wir noch ein bisschen warten.“ Aber auch nicht mehr zu lange. Spätestens bis zum Bundesliga-Start in einer Woche bei Eintracht Frankfurt soll der Schalker Kader endgültig stehen.

Das sind die teuersten Neuzugänge der Vereinsgeschichte

Darüber, welche Spieler dazustoßen, kann weiterhin nur gerätselt werden. Heidel kommentiert keinen der zuletzt gehandelten Namen wie Diego Rolán (Offensive/Girondins Bordeaux), Munir El Haddadi (Offensive/FC Barcelona) oder Benjamin Stambouli (defensives Mittelfeld/Paris Saint-Germain).

Wasserstandsmeldungen sind sind eben auch nicht sein Ding.: „Ein bisschen schwanger gibt es nicht, und ein bisschen unterschrieben gibt es auch nicht“, sagt der Sportvorstand. So viel verrät er dann doch: Er befinde sich in finalen Gesprächen. „Momentan sind wir noch an allen Wunschkandidaten dran.“ Da wird es Heidel verkraften, wenn er sich am Montag eingestehen müsste, sich um zwei Tage verschätzt zu haben. So lange er seiner eigenen Linie treu bleibt.

Quelle: wa.de

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