S04-Manager verrät

Heidel: Sané wäre fast beim FC Bayern gelandet

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Leroy Sane wechselte im Sommer von Schalke 04 zu Manchester City.

Hamm - Schalkes Manager Christian Heidel verrät in einem Interview Details zum Transfer von Leroy Sane. Dazu regt er an, bei S04 nicht nur kurzfristig zu denken.

Leroy Sané ist im Sommer von Schalke 04 zu Manchester City gewechselt. Ein Grund dafür ist wohl auch, dass der Shootingstar der Königsblauen ansonsten im kommenden Jahr beim Liga-Konkurrenzen FC Bayern gelandet wäre. "Darauf wäre es wahrscheinlich hinausgelaufen", sagte Manager Christian Heidel in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

S04 hätte in dem Fall allerdings weit weniger eingenommen als die 55 Millionen Euro, die die Citizens für den Nationalspieler nach Gelsenkirchen überweisen. "Dann hätte es im nächsten Jahr eine große Differenz in der Ablösesumme gegeben, weil Leroy eine Ausstiegsklausel hatte", erklärte Heidel: "Und bei jedem Heimspiel hätte jeder der 60.000 gewusst: Im nächsten Jahr ist er bei Bayern. Und bei jedem verfehlten Dribbling hätte es geheißen: Der ist im Kopf sowieso schon in München." Wenn Sane also nicht in diesem Sommer verkauft worden wäre, dann wohl im nächsten. "Dann hätte sich Leroy, und das ist verständlich, fürs nächste Jahr woanders versprochen", meint der Schalker Sportvorstand.

"Erwartungshaltung auf Schalke ist grenzenlos"

Derweil will er durch eine Verbesserung des Vereinsklimas die Grundlage für künftige Erfolge legen: "Darum geht es ja gerade: dass sich diese Stimmung mittelfristig ein bisschen dreht", sagte Heidel zu Aussagen seines Vorstandskollegen Alex Jobst über "Pessimismus als Grundgefühl über dem Verein" und Schalker "Lust am Weltuntergang".

Die negative Bewertung von Situationen steht nach Heidels Erfahrungen seiner ersten Arbeitsmonate bei den Königsblauen im krassen Gegensatz zur Erwartungshaltung: "Die ist auf Schalke grenzenlos. Wenn man aber alles nur auf den kurzfristigen Erfolg ausrichtet, wird es sehr schwer, mittelfristig etwas zu entwickeln", sagte der 53-Jährige vor der Saisonheimpremiere am Freitagabend gegen den deutschen Meister Bayern München.

mg/sid

Quelle: wa.de

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