Erleichterung bei Königsblau

Sieg gegen Salzburg! S04 nutzt Europa League zur Frustbewältigung

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Erleichterung in Königsblau: Schalke 04 feierte einen Sieg gegen Salzburg.

Gelsenkirchen - Schalke 04 legt gegen den FC RB Salzburg in der Europa League den nächsten Sieg nach und tankt Selbstvertrauen in der Bundesliga. Torschütze Höwedes und Co. sind erleichtert.

Es war auf Schalke in dieser bislang so vermaledeiten Saison ja unbestritten schon jede Menge Pech im Spiel. Weshalb der Jubel, den Benedikt Höwedes in der 48. Minute in der Partie gegen RB Salzburg zeigte, bezeichnend war. Der Kapitän hatte soeben ein geradezu irrwitziges Glückstor aus 30 Metern erzielt. Ein Treffer, für den man sich als fairer Sportsmann eigentlich hätte entschuldigen müssten. Doch Höwedes ballte beide Fäuste und schrie seine Freude in den Gelsenkirchener Nacht-Himmel.

Am Ende stand ein 3:1 (1:0)-Sieg über die Österreicher, der den FC Schalke 04 in der Gruppe I der Europa League zusammen mit dem KF Krasnodar an der Spitze hielt. Doch vor allem war dieser Sieg wichtig für die angeschlagene Psyche der Knappen.

„Das war einfach ein schöner Abend für alle Schalker“, meinte Regisseur Leon Goretzka. Die Europa League könnte für die Schalker so wohltuend sein wie eine intensive Rehabilitation nach einem Knochenbruch. Dass sie in diesem Wettbewerb mit zwei Siegen gestartet sind, sollte jedenfalls für eine Menge Selbstvertrauen hinsichtlich der nächsten Liga-Partie gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) sorgen. „Das Spiel heute hat gezeigt, dass wir nicht auseinander brechen und aus einer schwierigen Situation heraus kommen können“, meinte Höwedes. (Der Ticker zum Nachlesen)

Fünf Änderungen in Schalker Startelf

Trainer Markus Weinzierl hatte darauf gehofft, dass seine Mannschaft gegen Salzburg „die Möglichkeit hat, von der Bundesliga losgelöst zu agieren“. Und das tat sie auch von der ersten Minute an. Für Manager Christian Heidel und Weinzierl ist weiterhin der Auftritt beim OGC Nizza, wo die Mannschaft beim 1:0-Erfolg die bisher beste Saisonleistung geboten hatte, der Referenzwert.

Schalke 04 feiert 3:1-Sieg gegen Salzburg

An dieses Niveau reichte die Leistung gegen Salzburg zwar nicht heran, aber spielte das Schalker Team einen besseren Ball als zuletzt in der Liga. Immer wieder wurde aber auch deutlich, dass der Mannschaft weiterhin ein große Maß an Sicherheit und die notwendigen Automatismen fehlen. Hier wird weiterhin die Hauptaufgabe von Weinzierl liegen, auch wenn ihm in der nächsten Woche die nötige Trainingszeit fehlt. „Denn dann ist die Hälfte der Mannschaft wieder auf Länderspielreise unterwegs“, sagt Sportvorstand Christian Heidel, der sich ebenfalls sehr erleichtert zeigte.

Weinzierl hatte erneut kräftig rotiert und fünf neue Spieler in der Startformation aufgeboten. Gar nicht im Kader war Klaas-Jan Huntelaar, der wegen einer Erkältung passen musste. Auch vom System vertraute der 41-jährige Coach der Formation von Nizza und ein 4-2-3-1 spielen.

Höwedes im dritten Versuch

Die Geschichte der Partie ist schnell erzählt. Der spielerisch doch arg limitierte Serienmeister aus Österreich hatte sich nur anfänglich Hoffnungen darauf machen können, die aktuelle Schalker Malaise zu seinen Gunsten zu nutzen. Bereits nach einer Viertelstunde hatte der extrem offensive Leon Goretzka nach schöner Vorarbeit von Sead Kolasinac im zweiten Versuch zum 1:0 eingenetzt.

Alessandro Schöpf (26.) und Kolasinac (42.) hätten schon vor dem Pausenpfiff für die Vorentscheidung sorgen können. Für die hatte dann Benedikt Höwedes kurz nach der Pause gesorgt, als eine an sich verunglückte Flanke aus 30 Metern von Duje Caleta-Car abgefälscht wurde und zum 2:0 ins Tor trudelte. Der Treffer wurde allerdings nicht Höwedes angerechnet, sondern als Eigentor bewertet.

Fast ebenso spektakulär das 3:0: Zunächst prallte ein Kopfball von Naldo an die Latte und schon hinter die Linie, doch Schiedsrichter Serdar Gözübüyük (Türkei) ließ weiterspielen. Den aus dem Tor springenden Ball köpfte Breel Embolo erneut an die Latte. Und im dritten Versuch traf schließlich Höwedes zum 3:0 (58.). Doch auch diesen Treffer konnte sich der Kapitän nicht gutschreiben lassen, da die Uefa nach Ansicht der Videobilder nachträglich dann doch den ersten Versuch von Naldo wertete. Danach hatten die Schalker noch eine Vielzahl von Großchancen, die sie vergaben. Dafür traf Jonatan Soriano in der 72. Minute noch zum 3:1 für Salzburg.

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Quelle: wa.de

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