Bedingungen bei Schalke 04

Nicht zeitgemäß: So baut Heidel die Infrastruktur um

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Manager Christian Heidel will auch die Trainingsbedingungen beim FC Schalke 04 verbessern.

Gelsenkirchen - Schalkes neuer Manager Christian Heidel baut nicht nur den Kader um. Auch in der Infrastruktur gilt es, einiges anzupacken. Selbst bei Zweitligisten seien die Gegebenheiten besser.

Eine gewisse Zufriedenheit ist Christian Heidel anzusehen, wenn er über die bisherigen Umbaumaßnahmen spricht, die er beim FC Schalke 04 angestoßen hat. „Die Wände, die man einreißen konnte, ohne dass das Haus zusammenfällt, haben wir eingerissen“, sagt der neue Sportvorstand – und lässt durchklingen, dass das Ende der Fahnenstange in dieser Beziehung noch nicht erreicht ist.

Es ist nicht nur der personelle Umbau des Kaders, den Heidel derzeit mit dem ebenfalls neuen Trainer Markus Weinzierl betreibt. Der 53-Jährige arbeitet auch intensiv an der Verbesserung der Infrastruktur auf dem Vereinsgelände. Bestätigt wurde Heidels Kritik erst kürzlich durch Aussagen von Ex-Trainer Jens Keller, der derzeit den Zweitligisten Union Berlin coacht. Keller sagte in einem Interview mit der B.Z.unter anderen, dass bei seinem neuen Arbeitgeber „das eine oder andere sogar besser als bei Schalke“ sei.

Zur Infrastruktur eines modernen Profi-Klubs gehören für Heidel nicht nur gute Trainingsplätze, denn: „Der Arbeitstag für einen Fußballprofi beginnt lange vor und endet lange nach dem Training.“ Und für diese Zeiträume müssen nach Ansicht von Heidel auch die entsprechenden Räumlichkeiten zu Verfügung stehen.

Besprechungen nur im Bistro möglich

Der Mannschaftsbereich war Heidel nach seinem Amtsantritt in diesem Sommer sofort ein Dorn im Auge. Ob Team-Besprechungen oder geselliges Beieinander: „Das alles hat bislang in einer Art Bistro stattgefunden“, wie Heidel es umschreibt: „So stelle ich mir keine Arbeitsräume vor.“

So wurde dieser Bereich vollumfänglich umgebaut, jetzt gibt es neben Ruhebereichen extra Räume für Besprechungen. Ausgestattet mit „Taktikboards der neuesten Generation“, wie der Manager ergänzt. Also mit großen Bildschirmen mit Touchscreen-Funktion, wie man sie von den Taktikanalysen aus den modernen Fernsehstudios kennt. Ebenfalls gründlich überarbeitet wurden die Räume für die medizinische Abteilung sowie für die Physiotherapeuten des Klubs.

"Nicht auf dem Stand der Zeit"

Auch das Büro für den Trainerstab waren laut Heidel „nicht auf dem Stand der Zeit“. Weinzierl bemängelte nach seinem Amtsantritt ebenfalls, dass es nicht möglich war, ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch zu führen. Das achtköpfige Team arbeitet derzeit immerhin schon einmal in einem provisorischen „Großraumbüro“, wie es Heidel nennt. Dieses bietet dreimal so viel Platz wie das alte. Im Laufe der nächsten Monate sollen dann einzelne Büros für sämtliche Mitglieder des Trainerteams zur Verfügung stehen.

Letztlich sollen alle Räumlichkeiten der Profiabteilung in einem komplett neu erstellten „Profigebäude“ unter kommen, das eine Fläche von rund 1500 Quadratmeter umfassen soll. Dafür wird das ehemalige Logistikzentrum auf dem Schalker Vereinsgelände eine neue Heimat finden.

So wie es aussieht, werden unter Heidel nicht viele Steine auf Schalke aufeinander bleiben. Mit dem neuen Video-Würfel in der Arena, der am Sonntag den Fans vorgestellt wird, habe er aber nichts zu tun: „Das wurde noch vor meiner Amtszeit hier angestoßen.“ Doch fast alles andere, was auf Schalke in der kommenden Saison neu sein wird, dürfte auf Heidels Kappe gehen.

Quelle: wa.de

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