Franzose vorgestellt

Stambouli: Der neue Schalker Analyst

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Benjamin Stambouli wurde offiziell beim FC Schalke 04 vorgestellt.

Gelsenkirchen - Benjamin Stambouli erklärt seinen Wechsel zu Schalke 04. Der Sechser soll dem Mittelfeld Stabilität verleihen - und könnte eine bisherige Stammkraft aus der Startelf vertreiben.

Es ist nicht ratsam, vor Benjamin Stambouli deutsch zu reden in der Annahme, dass der Franzose schon nichts verstehe. „Je compris“, sagt der 26-Jährige zum Dolmetscher, nachdem ihm bei seiner Vorstellung auf Schalke eine Frage auf deutsch gestellt wird, „Ich habe verstanden.“ Stambouli hatte, als er in Südfrankreich zur Schule ging, Deutsch-Unterricht, und das ein oder andere ist noch hängengeblieben. Nicht genug, um ohne Dolmetscher auszukommen. Aber zumindest eine gute Basis, um relativ schnell die Sprache beherrschen zu können. Denn: „Ich weiß, wie wichtig die Kommunikation im Fußball ist“, sagt Stambouli. Den Unterricht werde er deshalb schnell wieder aufnehmen.

Acht Millionen Euro ließen sich die Schalker den Mittelfeldspieler kosten, den sie vom französischen Meister Paris St. Germain verpflichteten. Dort hatte der 26-Jährige, der zuvor beim HSC Montpellier (2010 bis 2014) und Tottenham Hotspur (2014 bis 20155) angestellt war, in der vergangenen Saison 38 Pflichtspiele absolviert, davon 13 in der Meisterschaft.

Stambouli: ein aggressiv spielender Sechser

Warum er Paris trotzdem verließ, begründet Stambouli vor allem mit dem Wechsel auf der Trainerbank. Dort hatte im Juni dieses Jahres der Spanier Unay Emery den ehemaligen französischen Nationaltrainer Laurent Blanc abgelöst. „Ich war mir daraufhin nicht mehr sicher, ob ich die Spielzeit bekommen werde, die ich hatte“, nennt Stambouli den Hauptgrund für seinen Abschied aus Paris. Dass er sich trotz „einiger Angebote“ für die Schalker entschied, begründet der Franzose vor allem mit der neuen Führung mit Trainer Markus Weinzierl und Sportvorstand Christian Heidel: „Die beiden haben mich mit ihrem Konzept überzeugt“, sagt Stambouli. Zudem ist ihm Schalke nicht unbekannt: 2012 waren die Königsblauen Vorrunden-Gegner von Montpellier in der Champions League. „Daher kenne ich die Arena.“

Kader und Rückennummern des FC Schalke in der Saison 2016/2017

Wie gut Stambouli in das Schalker Konzept passen wird, wird sich zeigen. Stambouli verkörpert einen aggressiv spielenden Sechser, er soll für mehr Kompaktheit im Schalker Mittelfeld sorgen. Als Nebenmann dürfte ihm dabei wohl immer wieder eine weiterer Neuzugang zur Seite gestellt werden: Nabil Bentaleb. Mit dem algerischen Nationalspieler, der ebenfalls im defensiven Mittelfeld beheimatet ist, aber mehr Drang nach vorne zeigt, könnte Stambouli die neue Doppelsechs der Schalker bilden. Zumal sich die beiden aus ihrer Zeit in Tottenham noch gut kennen. Leidtragender könnte hier Johannes Geis sein, der beim Liga-Auftakt in Frankfurt alles andere als überzeugen konnte.

„Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem ich eine gewisse Erfahrung einbringe und auch beginne, das Spiel zu analysieren“, sagt Stambouli. Nach dem verpatzten Saisonauftakt mit der 0:1-Niederlage bei der Eintracht aus Frankfurt kann das aus Schalker Sicht nur von Vorteil sein. Bei seiner Vorstellung wurde Stambouli auf alles Fälle eines gewünscht: Bonne chance! – Viel Erfolg!

Quelle: wa.de

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