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HSV Werdohl/Versetal – Westfalia Halingen 30:29 (15:16)

HSV Werdohl gewinnt mit viel Glück

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WERDOHL ▪ HSV-Trainer Kai Henning gab am Sonntagabend nach dem Abpfiff der Partie gegen Halingen zu, dass er selten so ungerecht gewonnen habe. Mit 30:29 (15:16) Toren behielt die HSV in einem denkbar dramatischen Finale die Oberhand – in doppelter Überzahl.

Sebastian Lohmann erzielte am Sonntag in der Schlussminute den glücklichen Siegtreffer. ▪

© Jentzsch

Sebastian Lohmann erzielte am Sonntag in der Schlussminute den glücklichen Siegtreffer. ▪

Entsprechend sauer waren die Halinger, fühlten sie sich doch in der Schlussphase, als die Partie kippte, von den beiden Unparteiischen aus Haspe zu sehr benachteiligt. Christoph Gutzeit machte seinem Ärger nach dem Spiel dermaßen Luft, dass das Gespann Rot gegen den TVH-Trainer zückte.

„Die Kiste mit blauen Augen ist schon ganz schön voll“, sagte HSV-Trainer Kai Henning nach dem Spiel. Wohl war, denn Halingen spielte einen temporeichen und sehr effektiven Handball. Nur in den ersten fünf Minuten war gegen die Werdohler Euphorie kein Kraut gewachsen. Die HSV legte eine 5:1-Führung vor, erweckte damit aber Ammelt und Co zum Leben. Die ehrgeizigen Halinger sind dafür bekannt, dass sie niemals aufstecken. Genau diese Tugend haben sie gestern am Riesei unter Beweis gestellt. Angetrieben von einem starken Robert Ammelt kämpfte sich der TVH heran, glich Mitte der ersten Halbzeit beim 7:7 aus und führte beim 8:9 (19.) zum ersten Mal. Bis zur Pause schenkten sich die nun ebenbürtigen Kontrahenten nichts und veschwanden mit einem gerechten 15:16 in den Kabinen.

Halbzeit zwei war dann geprägt von einer ebenso leidenschaftlichen wie langwierigen Aufholjagd der HSV. Weil den Werdohlern – allen voran Thomas Dralus bei drei Gegenstößen – immer wieder frei vor Swiecznik die Nerven versagten, dauerte es bis zum 29:29 (59.), ehe der Ausgleich fiel. Zuvor hatten die Gastgeber bereits 24:28 (52.) hinten gelegen.

In der Schlussphase schienen die Schiedsrichter ein wenig in Richtung HSV zu kippen, verteilten ab der 58. Minute drei Zeitstrafen gegen Grün-Weiß und zogen damit den Unmut der Halinger auf sich. Die HSV nahm die Geschenke dankend an, ließ ab der 58. Minute keinen Gegentreffer mehr zu und feierte durch Sebastian Lohmann (60.) das schmeichelhafte 30:29. ▪ maj

HSV: Kämmerer, Otterbach – Scheuermann (6), de Liello (3), Bluhm (2), Hurlbrink, Lohmann (6), van der Hurk (7), Blumberg (1), M. Lakic (1), J. Lakic, Burzlaff (1), Scheerer (1), Dralus (2)

TVH: Swiecznik – Selle (6), Stamm, Mick, Granitza (3), Ammelt (5), Jurek, Warland (5/1), Strotkötter (4), Bichmann (4), Hennemann (2)

Zeitstrafen: HSV 5 plus Rote Karte nach 3. Zeitstrafe gegen Pierre van der Hurk (46., 23:25) – TVH 6 plus Rote Karte gegen Trainer Christoph Gutzeit wegen mehrfachen Reklamierens

Schiedsrichter: Halmann/Kaschube (Haspe)

Zuschauer: 250

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