LÜDENSCHEID – „Heimspielzeit ist Punktezeit“, sagt Friedhelm Ziel, Coach des Handball-Verbandsligisten HSG Lüdenscheid, weiß aber, dass sich diese Vorgabe nicht so einfach verwirklichen wie aussprechen lässt. Auch nicht im Duell mit der PSV Recklinghausen (Samstag, 19.15 Uhr, BGL-Sporthalle).

Fehlte berufsbedingt in dieser Woche beim Training: HSG-Rückraumspieler Nicals Beckmann.
Denn der Gast kommt als punktgleicher Tabellennachbar nicht nur mit der Empfehlung des klaren Heimerfolgs im Hinspiel (32:23), sondern befindet sich generell im Aufwind. Der neue Coach Kai Müller sorgt für taktisch positive Veränderungen, zudem ist der ehemalige Drittliga-Torjäger Thomas Brannekämper nach langer Verletzungspause wieder zurück im Team. Nach der Rückkehr aus Hagen und der langen Pause noch lange nicht in Bestform, aber dennoch schon wieder mit viel Torinstinkt, vor allem aber auch Abwehrqualität im Deckungszentrum neben dem wuchtigen Kremling. Die pfeilschnellen Außen Jacoby und Kleine, Routinier Pommerenke – gelegentlich auch Linkshänder Milles –, der trickreiche Elsen und nicht zuletzt der frühere Lüdenscheider André Kriegeskorte, der seine Eins-gegen-Eins-Qualitäten immer dann besonders ausspielt, wenn ein Rückraumkollege kurz genommen wird, und dazu Torwart-Routinier Silski setzten den Bergstädtern schon im Hinspiel über Gebühr zu. PSV stellt eine hervorragende Erstbesetzung. Die sollte eigentlich einen besseren Punktestand als den derzeitigen (12:18) garantieren.
„Aber wenn wir uns deckungsmäßig gegenüber den beiden schwachen letzten Auswärts-Vorstellungen steigern und die Konzentration hoch halten, sehe ich durchaus gute Chancen, gegen Recklinghausen in eigener Halle zu gewinnen“, blickt Trainer Ziel der schweren Aufgabe dennoch recht hoffnungsvoll entgegen. „Wir haben in dieser Woche intensiv an der Deckung gearbeitet“, will Ziel alte Tugenden zurückgewinnen, obwohl mit Luft, Schnippering, Beckmann, dazu dem Langzeitausfall Schlippe gleich ein Quartett beim Training fehlte. „Um die Angriffsleistung mache ich mir momentan wenig Sorgen“, hat der Coach am Offensivaufschwung vor allem bei Bölling viel Freude gewonnen. Der Schwung soll dem Team heute zum sechsten Heimsieg im achten Spiel verhelfen.
HSG: Bahr, Kapp – Luft, Gruber, Schürfeld, Bölling, Opitz,. Schnippering, Dornbach, Miossec, Beckmann, Voss, Füller, Baberg



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