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FUSSBALL-WESTFALENLIGA FSV Werdohl – SpVg Olpe 0:1 (0:1) Nur Intravaias Vaterfreuden verringern Ärger über Niederlage

FSV erlebt Fehlstart im Sauerland-Derby

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WERDOHL ▪ Es gibt wichtigere Dinge als Fußball – und so freute sich die Mannschaft der FSV Werdohl mit ihrem Stürmer Damiano Intravaia über die Geburt von dessen Sohn Diego. Der zum zweiten Male Vater gewordene FSV-Torjäger wurde am Riesei im ersten Meisterschaftsspiel nach der Winterpause aber auch schmerzlich vermisst.

Schwarze

In dieser Szene konnte FSV-Keeper Schmale noch parieren, doch kurze Zeit später erzielte Huckestein (Nr.14) das Tor des Tages. Der Werdohler Torwart war chancenlos.

„Eine unserer guten Gelegenheiten hätte Damiano wahrscheinlich gemacht“, äußerte FSV-Coach Uli Sauerborn nach der 0:1-Niederlage im Sauerland-Derby gegen die SpVg Olpe.

In einem von beiden Seiten zweikampfbetont geführten Westfalenligaspiel fehlte der FSV die Zielstrebigkeit und die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Sönmez, der aufgrund von Intravaias Vaterfreuden kurzfristig in die Startelf gerückt war, bot im ersten Abschnitt eine engagierte Partie und ließ im Spielaufbau die Bälle gut klatschen. Doch dem Stürmer fehlte das Glück, als er zunächst nach Naßhan-Vorarbeit (7.) den Ball nicht richtig traf und ihm später nach einer Topcu-Flanke das entsprechende Timing im Kopfball (22.) fehlte. „Das waren zwei richtig gute Chancen“, bemerkte FSV-Trainer Sauerborn.

Auf der anderen Seite zeigte Olpes Torjäger Frtunic noch eindrucksvoller, wie sich Chancen vergeben lassen: Nach Kesslers Traumpass zum Gegner tauchte Frtunic frei vor FSV-Torwart Schmale auf, umkurvte diesen und schoss das Leder aus halbrechter Position anstatt ins leere Tor ungefähr einen Meter drüber (24.). Da Frtunic in der Anfangsphase einen Kopfball aus acht Metern knapp neben das Tor gesetzt hatte, stand es im Chancenverhältnis nach einer halben Stunde zwischen beiden Teams 2:2.

Die letztlich spielentscheidende Szene ereignete sich in der 33. Spielminute: Bei einer von Bredebach scharf an den Fünfer getretenen Ecke fehlte im FSV-Defensivverband die Zuordnung – niemand fühlte sich für den Olper Huckestein verantworlich, der in die lange Ecke einköpfen konnte. Schmale, der eine Minute zuvor noch prächtig gegen Bredebach reagiert hatte, war in dieser Szene chancenlos. Die FSV hatte vor dem Pausentee nur noch einen Distanzschuss von Gräßer anzubieten (40.).

Nach Wiederanpfiff verflachte die Partie. Olpe beschränkte sich überwiegend auf Defensivarbeit und der FSV fehlten die wirklich zündenden Ideen im Spiel nach vorne – und doch ergab sich eine „absolut Hundertprozentige“ (Uli Sauerborn) für die Werdohler: Der völlig frei vor dem von Sauermann gehüteten Olper Tor stehende Deller setzte das Leder aber um Zentimeter am Tor vorbei (71.). Es war die letzte Möglichkeit für die FSV. Die wichtigste Nachricht ist, dass Diego Intravaia um 8.04 Uhr gesund das Licht der Welt erblickte.

FSV: Schmale – Rattelsberger, Nohl, Brüll, Gräßer – Klamann, Naßhan, Kessler, Deller – Sönmez (59. Akdeniz), Topcu

Olpe: Sauermann – Luke, Bühl, Prothmann, Stahl (70. Akdaz) – Konstantinids, Scheppe, Rath, Huckestein – Frtunic (88. Krafetic), Bredebach (78. Buchen)

Schiedsrichter: Bremkens (Recklinghausen)

Tore: 0:1 (33.) Huckestein

Zuschauer: 180

Ulrich Sauerborn (Coach FSV Werdohl): „Nach dem 0:1 hat uns die letzte Überzeugung gefehlt. Wir haben uns zwar Chancen erarbeiten können, es aber nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. Und das war letztlich auch der Unterschied in einem insgesamt eher schwachen Westfalenligaspiel. Wir haben leider nicht sehr strategisch Fußball gespielt, sondern zu oft den hohen Ball versucht. So wird es schwer.“

Irfan Buz (Coach SpVg Olpe): „Wir haben mit dem nötigen Einsatz gespielt und in den wichtigen Zweikämpfen die Oberhand behalten. Jetzt brauchen wir noch 13 Punkte für den Klassenerhalt. An mehr denken wir nicht.“

Nico Schwarze

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