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Handball-Oberliga: Ein lebloses SGSH-Team verabschiedet sich mit dem 27:33 gegen Hamm endgültig aus dem Titelkampf

Das Ende der Saison am 19. von 30 Spieltagen

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HALVER ▪ Die Spielzeit 2011/12 ist für die Oberliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver am Sonntag gegen 18.30 Uhr in Halver zu Ende gegangen. 27:33 (14:16) unterlag das Grasediek-Team am 19. Spieltag der HSE Hamm. Es war die erste Heimniederlage der Saison, die vierte Niederlage in Serie und außerdem der K.o. im Titelkampf.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Während SGSH-Kreisläufer Andreas Buchholz (rechts) seinen Ärger herausschreit, zeigt Hamms Kreisläufer Manuel Honerkamp in der Halle an der Mühlenstraße die „Becker-Faust“.

© Baankreis

Ein Bild mit Symbolcharakter: Während SGSH-Kreisläufer Andreas Buchholz (rechts) seinen Ärger herausschreit, zeigt Hamms Kreisläufer Manuel Honerkamp in der Halle an der Mühlenstraße die „Becker-Faust“.

Fünf Minuten vor dem Ende – die Ergebnistafel zeigte 30 Tore für den Gast, nur 24 für die SGSH – nahm sich Christian Feldmann den Ball, trat zum Siebenmeter an und feuerte das Wurfgeschoss mit brachialer Gewalt an die Oberkante der Latte, von dort aus vor die Hallenwand. Es war der Wurf, in dem aller Frust und alle Wut des Tages, ja vielleicht gar der vergangenen Wochen steckte. Auch gegen die HSE Hamm funktionierte die SGSH als Team nicht, setzte es eine völlig verdiente Niederlage.

Nur bis zum 4:3 (8.) war der Gastgeber auf Kurs. Das Grasediek-Team begann in der Abwehr engagiert, mit einem guten Dennis Zielony. Doch die HSE hielt dagegen und sollte schon bald Oberwasser bekommen. Das hing auch damit zusammen, dass sich die SGSH wie zuletzt aus dem Rückraum extrem schwer tat. Mit Lommel hatte der Gast SGSH-Spielmacher Feldmann einen lästig-offensiven Verteidiger auf die Füße gestellt, im rechten Rückraum traf Valdis Gutmanis direkt zweimal, wählte dann aber nicht immer die besten Optionen und wurde durch Thomas Hitzemann ersetzt, der allerdings gar nicht zum Zuge kam. Trotz guter Quote der Außenspieler lief die SGSH so ab dem 4:7 (13.) immer einem Rückstand hinterher.

Beim 16:16 (Krüger, 33.) gelang der erste Ausgleich. Die HSE tat dem Gastgeber den Gefallen, den in Halbzeit eins gefährlichsten Akteur, Lukas Krings, auf der Bank eine Pause zu gönnen. Doch auch daraus wusste die SGSH kein Kapital zu schlagen. In der Defensive kämpfte jeder für sich, was vor allem Wiesmann (8) und Kreisläufer Manuel Honerkamp (5) weidlich ausnutzten. Beim 18:22 (44.) waren die Verhältnisse wieder relativ klar. Die SGSH war auf dem besten Weg zur ersten Niederlage vor eigenem Publikum, aber das große Aufbäumen, der letzte Kick – auf so etwas warteten die Fans selbst nach dem 23:24-Anschlusstor durch Buchholz (49.) vergeblich.

Inzwischen war Rückkehrer Frederic Burmeister im linken Rückraum auf dem Parkett, auch Philipp Turck und Keeper Damian Bungart kamen spät, doch niemand war da, der das Steuer herumriss. Nach dem 23:25 schaffte es die SGSH, eine Überzahl so grotesk zu gestalten, dass die HSE auf 23:27 enteilte (51.). Nach Feldmanns vergebenem Siebenmeter und Trattners 24:31 (56.) war die Partie engültig perdu, und mit ihr eine Saison, die wahrscheinlich ohnehin kaum mehr zu retten gewesen wäre. Nun hat diese SGSH frühzeitig Klarheit. Das ist vor allen Dingen eines: bitter. Diese Mannschaft, die noch Anfang Dezember souverän das Klassement angeführt hat, ist 2:10-Punkte später nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Saison ist vorbei, auch wenn noch elf Spiele warten. Elf Spiele, die nun nur noch der Vorbereitung auf die neue Saison dienen.

Thomas Machatzke

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