HALVER ▪ Vorhang auf zum nächsten Verfolgerduell: Die SG Schalksmühle-Halver erwartet eine Woche nach der Niederlage in Spenge am Sonntag um 17 Uhr an der Mühlenstraße in Halver als Tabellenfünfter der Oberliga Westfalen den nach Minuspunkten gleichauf liegenden Klassement-Dritten, die HSE Hamm.

Mit der SGSH gegen die HSE Hamm: Daniel Krüger.
„Nach oben ist noch alles möglich“, betont HSE-Coach Michael Reiners, „allerdings nur für den Sieger dieser Begegnung. Denn fest steht: Wer verliert, ist aus dem Rennen.“ SGSH-Pendant Mathias Grasediek drückt es anders aus: „Ab sofort ist für uns jedes Spiel ein Endspiel, denn nur wenn man gar kein Spiel mehr abgibt, hat man vielleicht noch einmal eine kleine Chance.“
„Mitspielen“ müsste in diesem Fernvergleich dafür auch einmal Gladbeck. Nach 24:0-Zählern in Serie reist das Krimphove-Team heute zum zuletzt zweimal siegreichen ASV Hamm II, der schon das Hinspiel in Gladbeck gewann und dessen Kreisläufer Matthias Geukes sagt: „Gladbeck liegt uns.“ Sollte die ASV-Reserve heute gewinnen, wäre dies für SGSH und HSE für morgen ein Zusatzreiz.
Reize hat die Partie allerdings auch so genügend. Die SGSH hat aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. 30:34 unterlag das Grasediek-Team in Hamm – trotz einer Gäste freundlichen Schiedsrichter-Leistung. „Wir haben dort einfach viel zu viele Chancen vergeben“, sagt Grasediek, „und dadurch auch zu viele Gegenstoßtore bekommen. Diesmal müssen wir auf jeden Fall viel konzentrierter an die Aufgabe herangehen.“
Neben der Personalsituation spricht morgen auch die Auswärtsschwäche der HSE für die SGSH. Zehn der elf Minuspunkte hat sich das Reiners-Team in fremden Hallen eingefangen – ähnlich wie die SGSH übrigens, deren 14:0-Heimzählern eine Auswärtsbilanz von 7:11-Punkten gegenüber steht . „Jetzt wird es Zeit, dass wir auch auswärts einmal etwas reißen“, sagt Hamms Coach jedenfalls und sieht bei aller Hochachtung für den Gegner („Schalksmühle hat eigentlich kaum Schwächen...“) einen kleinen Vorteil: „Anders als Schalksmühle haben wir keinen Druck.“ Hintergrund: Die HSE hatte bereits vor Wochen erklärt, dass sie ihre Zukunft in der Oberliga sieht. Das ist bei der SGSH durchaus anders. Zu gerne würde man im Sauerland in die 3. Liga zurückkehren. Dafür müssen nun Siege her. „Wir müssen einfach unsere Hausaufgaben jetzt machen“, sagt Mathias Grasediek, „nach 2:8-Punkten in Serie sollten wir jetzt mal wieder gewinnen.“
Thomas Machatzke



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