Beim TuS Langenholthausen sollen aller guten Dinge vier sein. Zum vierten Mal hat der Fußball-Club aus Balve nach 1993, 1995 und 2007 den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft – und jetzt soll endlich zum ersten Mal der Klassenerhalt gelingen.

Mario Droste (links stehend) hat den TuS Langenholthausen als Trainer zurück in die Bezirksliga geführt. Dort will der Club vom Düsterloh im vierten Anlauf endlich einmal den Klassenerhalt schaffen. Zwar müssen die Grün-Weißen entgegen ihres Antrages in der Staffel 7 auf Tore- und Punktejagd gehen, doch trotzdem sind die Hoffnungen auf eine sorgenfreie Serie groß.
Trainer Mario Droste weiß aber genau, wie schwierig es werden dürfte, dieses Unterfangen in die Tat umzusetzen. „Ich will nicht von einer Sensation sprechen, aber eine derbe Überraschung wäre es allemal, wenn wir angesichts der vielen Absteiger drin bleiben würden“, betont der 37-Jährige. „Das ist keine Tiefstapelei. Wir sind als Mannschaft zwar seit Jahren gewachsen, aber trotzdem wird es für jeden einzelnen Spieler schwer. Unsere Spielweise wird nicht mehr so offensiv wie in der Kreisliga A sein. Die fußballerische Qualität steht mehr im Vordergrund.“ Besonderes Augenmerk legt man am Düsterloh also auf die solide Grundordnung.
Dass die Offensive immer für Tore gut ist, mag in der gesamten Liga niemand bezweifeln. „Freestyler“ Dominik Kaiser, Gian Marco de Luca und Anthony Yeboah sind individuell stark genug, um auch mehrere Gegenspieler zu binden und auch über Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Dahinter gibt es im rappelvollen Mittelfeld des TuS eine gesunde Mischung aus Routiniers und Talenten, die offensiv ebenfalls Akzente setzen oder bei Bedarf auch ganz hinten aushelfen können.
Ein Schwerpunkt in der Vorbereitung war das Zweikampfverhalten, weil Mario Droste nur zu gut weiß, dass auf seine Schützlinge diesbezüglich mehr Arbeit wartet als in so manchem A-Liga-Spiel. „Insgesamt war unser Training von der Intensität her okay. Wir haben aber leider ein unglaubliches Verletzungspech kurz vor dem Saisonstart. Es ist wie verhext“, musste Droste in den letzten Testspielen gegen den TuS Neuenrade und in Eslohe auf sieben bzw. acht Akteure aus dem Stamm verzichten.
Die beiden langzeitverletzten Markus Vogt und André Schreiber könnten es allenfalls unter sehr glücklichen Umständen noch einmal in den Kader schaffen, während Daniel Bremkes, Dennis Bonevski (beide Muskelfaserriss), Robin Vorsmann (Kapselverletzung im Knöchel) und Dennis Zöller (Becken ausgerenkt) kurz- bis mittelfristig wieder zur Verfügung stehen sollen. Pierre Weih musste sich einer Meniskus-Operation unterziehen, auch er fällt damit vorerst noch aus.
Im Kader gab es keine große Fluktuation. Francesco Cariati (SuS Langscheid/Enkhausen II), Mecit Ceylan (TuS Sundern) und Mirco Lukas (SpVgg Erle) sind neu an Bord, verabschiedet haben sich nur Tobias Baum (FSV Werdohl II) und Frederik Levermann (SG Balve/Garbeck). Als Co-Trainer ist Rüdiger Kos gekommen.
Der TuS darf vor allem auf sein eingespieltes Kollektiv setzen – ein nicht zu unterschätzender Trumpf. - Lars Becker
Abgänge: Tobias Baum (FSV Werdohl II), Frederik Levermann (SG Balve/Garbeck), Markus Vogt, André Schreiber (langzeitverletzt)
Tor: Michael Sudhaus, Frederic Schäfer
Abwehr: Daniel Bremkes, Marc Oehms, Ugur Gülsen, Marco Klüppel, Björn Linder, Mirco Lukas
Mittelfeld: Daniele Pometti, Pierre Weih, Dennis Zöller, Dennis Bonevski, Fabian Trawinski, Marco Lemke, Mecit Ceylan, Ali Ceylan, Kevin Grote, Robin Vorsmann, Francesco Cariati
Angriff: Dominik Kaiser, Anthony Yeboah, Gian Marco De Luca
Trainerteam: Mario Droste (im 7. Jahr), Rüdiger Kos (neuer Co-Trainer), Markus und Dorothea Findeisen (Betreuer)
Er ist die Institution schlechthin am Düsterloh: Mario Droste geht beim TuS Langenholthausen bereits in die siebte Spielzeit als Trainer, nachdem er im Anschluss an die Zeit im Nachwuchs (auch VfK Balve und TuS Sundern) schon einmal sechs Jahre lang in „LA“ gekickt hatte. Es folgten zwei Spielzeiten beim TuS Sundern und deren fünf beim SuS Langscheid/Enkhausen, ehe er in „sein“ 900-Einwohner-Dorf zurückkehrte. In der Meister-Saison 2010/11 verzichtete der 37-Jährige erstmals darauf, selbst im Sturm aufzulaufen, und sagt: „Draußen ist es zwar nervenaufreibender. Aber man sieht einfach mehr – ein Trainer gehört deshalb an die Linie!“ - ecke



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