Gräßer scheitert mit „RUB11“ an Portugiesen

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Ausgelassen feierte die „RUB11“ um Raphael Gräßer nach dem souveränen 4:0 gegen die Uni-Kicker aus Russland den Finaleinzug.

Zagreb/Werdohl - Raphael Gräßer blieb der dritte große Coup binnen 13 Monaten am Dienstagabend verwehrt. Der 25-jährige Fußballer aus Werdohl unterlag mit dem Team der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Finale der European Universities Games (Eusa-Games) im kroatischen Zagreb den Kickern der Universität Minho aus Portugal trotz 1:0-Führung mit 1:2. Die „RUB11“, die als Europameister 2015 und Deutscher Meister 2016 im Hochschulfußball favorisiert in das Finale gegangen war, verpasste damit die Titelverteidigung.

„Wir sind gerade alle etwas enttäuscht, weil wir den Titel natürlich gerne verteidigt hätten. Nach dem Ausgleich der Portugiesen haben wir aber leider den Faden verloren und haben nach einem Platzverweis sechs Minuten vor Schluss in Unterzahl das 1:2 kassiert. Das war echt bitter“, sagte Raphael Gräßer knapp drei Stunden nach dem Abpfiff.

Trotz der Finalniederlage wollte der Offensivallrounder, der sich bei der FSV Werdohl einst zum Führungsspieler entwickelte, mit der „RUB11“ am Dienstagabend noch feiern und auf ein ingesamt gelungenes Turnier anstoßen. „Wir hatten hier eine echt schöne und gute Zeit. Die Eusa-Games waren ein tolles Erlebnis“, betonte der 25-Jährige, der die FSV nach der Saison 2012/13 verlassen und über die Zwischenstation SV Hohenlimburg den Weg zum FC Iserlohn gefunden hatte. Für den Westfalenligisten aus der Waldstadt geht Gräßer nun in seine dritte Saison.

Bei den Eusa-Games, einer europäischen Multisportveranstaltung für Studenten, spielte die „RUB11“ um Trainer Adam Frytz trotz der Finalniederlage ein starkes Turnier. Zum Auftakt der Gruppenphase trennten sich die Bochumer Uni-Kicker von Gastgeber Zagreb 3:3-Unentschieden und ließen deutliche Siege gegen die Erasmus Universität Rotterdam (4:0) und die finnische Mannschaft aus Jyvaskala (3:0) folgen. In allen drei Vorrundenduellen gehörte Raphael Gräßer zur Startelf. Im hart umkämpften Viertelfinale wurde der Werdohler zur Pause eingewechselt und durfte in Minute 55 den Siegtreffer von Dennis Wibbe bejubeln.

Überraschend deutlich gewann die „RUB11“ dann das Halbfinale. Gegen die Kuban State Universität aus Russland, gegen die die Bochumer im Vorjahr das Finale der Studierenden Europameisterschaft nach Elfmeterschießen gewonnen hatten, machte das Frytz-Team laut Gräßer „ein hervorragendes Spiel“ und löste mit einem souveränen 4:0 das Finalticket. Gegen die Russen markierte der Werdohler seinen einzigen Turniertreffer, setzte mit dem 4:0 den Schlusspunkt. Nach diesem Gala-Auftritt ging die „RUB11“ als Favorit in das Finale, das laut Gräßer dann eben unglücklich verloren ging: „Die Portugiesen haben tief gestanden, waren aber bei Standards brandgefährlich. Am Ende ist es echt dumm für uns gelaufen. Schade“.

An diesem Mittwoch, 20. Juli, geht es für die „RUB11“ zurück nach Deutschland. Schon am Wochenende wird Raphael Gräßer wieder auf dem Platz stehen – dann aber im Dress des FC Iserlohn.

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