FSV fährt mit geschärftem Blick an die Ruhr

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Die FSV Werdohl muss am Sonntag zum FC Wetter.

Werdohl - Ein, zwei isotonische Hopfengetränke haben sich die Landesliga-Fußballer der FSV Werdohl nach dem 1:0-Coup gegen den Westfalenligisten SC Neheim in der zweiten Runde des Westfalenpokals am Donnerstagabend noch genehmigt.

„Die Stimmung in der Kabine war natürlich total positiv. Unterm Strich war unser Sieg auch verdient“, sagt Trainer Manuel Sander, der bei aller Freude über den Achtelfinaleinzug und dem Mitte November anstehenden Vergleich gegen den Regionalligisten TSG Sprockhövel schon am Freitag die volle Aufmerksamkeit seiner Schützlinge auf das Punktspiel am Sonntag (15 Uhr, Sportplatz Hartkortberg) beim FC Wetter 10/30 lenkte.

„Wir haben in der Liga aus den letzten zwei Partien einen Punkt geholt. In Wetter sollte es wieder ein ‘Dreier’ sein, wenn wir oben dranbleiben wollen“, sagt Sander, dessen Team als Tabellenvierter in den Ennepe-Ruhr-Kreis fährt und beim noch sieglosen Tabellenvorletzten die Favoritenrolle inne hat. „Leicht wird es aber nicht“, hebt „Manni“ mahnend den Finger: „Wetter wird uns ganz sicher auf dem Schirm haben. Wir müssen von Anfang an wach sein und unsere Chancen noch konsequenter ausspielen und nutzen.“

Personell bleibt der Kader im Vergleich zum Cup-Spiel am Donnerstag nahezu unverändert. Marcus Brüll und Philip Fischer fallen gesundheitsbedingt mindestens noch zwei weitere Wochen aus, Emirjon Avdia hingegen hat seine Rotsperre abgesessen und könnte in Wetter dabei sein. Sander aber ließ durchblicken, dass der Stürmer am Sonntag wohl eher in der A-Liga-Zweitvertretung (Heimspiel gegen den SC Plettenberg) Spielpraxis sammeln wird.

Gastgeber FC Wetter, bei dem bislang drei Unentschieden und schon fünf Niederlagen zu Buche stehen, wird auf seinen Kapitän Marco Reglinski verzichten müssen – nicht nur gegen die FSV, sondern vermutlich für immer. In dieser Woche erreichte FC-Trainer Martin Freitas die extrem bittere Nachricht, dass Reglinski wegen einer chronischen Entzündung der Patellasehne seine Laufbahn mit sofortiger Wirkung beenden muss. Ein herber Verlust für die Mannschaft vom Harkortberg, die in der vergangenen Saison lange um den Klassenerhalt bangen musste und es augenscheinlich auch in der laufenden Serie tun wird.

Als Aufbaugegner wollen die Werdohler aber am Sonntag partout nicht dienen. Um einem möglichen Schlendrian vorzubeugen, könnte Sander das Ergebnis aus der vergangenen Saison bemühen. Vor etwas mehr als einem Jahr verlor die FSV in Wetter mit 2:5 – und der 2:1-Sieg im Rückspiel am Riesei war ein äußerst mühsamer.

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