FSV Werdohl spielt in Niederschelden nur remis

Vier Minuten vor dem Ende besaß Raphael Gräßer, der hier Slim Absi enteilt, die große Chance zum Werdohler Siegtreffer. Der Allrounder scheiterte jedoch am rechten Innenpfosten.
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Vier Minuten vor dem Ende besaß Raphael Gräßer, der hier Slim Absi enteilt, die große Chance zum Werdohler Siegtreffer. Der Allrounder scheiterte jedoch am rechten Innenpfosten.

SIEGEN -   Der Fußball-Landesligist FSV Werdohl musste sich am Sonntag beim abstiegsbedrohten SuS Niederschelden mit einem torlosen Remis zufrieden geben.

86 Minuten waren gestern am Rosengarten gespielt, als Gräßer nach einem feinen Doppelpass mit Krämer freie Bahn zum Tor hatte. Doch sein Linksschuss sprang vom rechten Innenpfosten nicht ins Netz, sondern zurück in die Arme von SuS-Keeper Oktay Düzgün. „In Iserlohn vor zwei Wochen wäre der Ball wohl drin gewesen, heute eben nicht“, sagte FSV-Trainer Carsten Minker. Es war die beste Chance der FSV Werdohl, den erhofften noch einzusacken.

Die Werdohler Anhänger, die sich auf den Weg ins Siegerland gemacht hatten, hätten sich Zeit lassen können. Denn von ihrem Team war zunächst herzlich wenig zu sehen. „Wir hatten in der ersten Halbzeit gar keinen Zugriff auf die Partie“, resümierte Minker. Folgerichtig besaß Niederschelden die ersten Chancen. Absis Bogenlampe (4.) lenkte Schmale zur Ecke, und Löhls 20 m-Schuss (17.) verfehlte das Ziel. Später rettete Brüll nach Attiees Flanke (43.). Und die FSV? Ihr gelang es, sich in der letzten Viertelstunde vor der Pause zu befreien und besaß ihre erste Chance, als Topcu (43.) nach Krämers Zuspiel verzog.

Nach dem Wechsel steigerte sich Werdohl zwar, sein Potenzial brachte es trotzdem nicht auf den Platz. Immerhin erarbeitete sich die Minker-Elf ein paar Hochkaräter. Drei Minuten nach Wiederbeginn erlief Krämer einen SuS-Fehlpass, doch seinen Linksschuss lenkte Düzgün zur Ecke. In der 56. Minute war dann Topcu bei einem Konter allein in Richtung Tor unterwegs, als das Gespann sehr spät und umstritten auf Abseits entschied. Topcu meckerte und kassierte Gelb mit Folgen. Denn elf Minuten nachdem Topcu aus 20 Metern an der Latte (68.) gescheitert war, spitzelte er an der Mittellinie bei einem SuS-Freistoß den Ball weg und sah Gelb-Rot (79.). Damit war Niederschelden, das zuvor zwar selbst drei gute Szenen gehabt hatte, aber nun immer mehr in Bedrängnis geraten war, in Überzahl und wieder im Spiel. Trotzdem hätte Gräßer in der 86. Minute noch den Lucky Punch hätte für die FSV setzen können. Das wäre aber freilich unverdient gewesen, zumal Niederschelden in Nachspielzeit mit Dickes 20 m-Freistoß ins Torwarteck die letzte gute Aktion der Partie besaß.

SuS: Düzgün – Attiee (67. Biro), Dicke (75. Dicke), Noll, Reuter – Dreyße, Absi – Löhl (46. Gajdzis), Jung, Jemili – Hees

FSV: Schmale – Brüll, Klamann, Rattelsberger, Gräßer – Fischer (75. Dlugolentzki), El Alami (65. Sarris), Günes, Krämer – Sander (90. Intravaia), Topcu

Schiedsrichter: Langemann (Kreuztal)

Tore: Fehlanzeige – Bes. Vork.: Ampelkarte (79.) gegen Topcu (FSV) wg. Spielverzögerung

von Stefan Herholz

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