Voltigier-Duo aus Altena beim WM auf Platz sieben

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Ein Sturz von Timo Gerdes brachte dem Altenaer Voltigierer und seiner Partnerin Jolina Ossenberg-Engels gravierende Abzüge und den Fall von Platz fünf auf sieben ein.

Le Mans - Am Ende war die Enttäuschung einfach riesig – obwohl das Endergebnis eigentlich alles andere als ein Grund zur Trauer war. Das Altenaer Voltigierduo Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes belegte am Wochenende bei der Weltmeisterschaft im französischen Le Mans Platz sieben.

Es waren nur Sekunden, die den Traum von einer Topplatzierung platzen ließen. Beim Rad vom Hals des Pferdes auf den Rücken stürzte Timo Gerdes. Warum, weiß er selbst nicht so genau. Eigentlich ist dies eine Übung, die immer sicher klappt. Eigentlich. Ansonsten aber lieferten die Burgstädter eine nahezu perfekte Darbietung. 

Bereits der erste Durchgang am Samstagnachmittag lief nahezu fehlerfrei. Eine kleine Unsicherheit des Pferdes zu Beginn der Kür und minimale Unsauberkeiten waren zwar dabei, dennoch war es alles in allem eine mehr als gelungene Vorstellung. Flüssig und mit viel Ausdruck präsentierten die Altenaer ihre Interpretation von Romeo und Julia. 

Lediglich ein Patzer am Ende schmälerte die bis dahin nahezu perfekte Darbietung. Ossenberg-Engels kam nicht richtig in den Radabgang und musste so bei der Landung kurz in den Sand fassen. Das führte zu einigen kleinen Abzügen. Dennoch hieß es am Ende Rang fünf für die Altenaer – und ein Platz unter den ersten Sechs war ja das Ziel der jungen Talente gewesen.

Das Ziel für den zweiten Umlauf war klar: Den fünften Platz verteidigen. Und auf dem Weg dorthin sah es anfangs auch gar nicht so schlecht aus. Vor allem Pferd Dragoner steígerte sich an der Longe von Nina Vorberg noch einmal. Der große Fuchs wirkte souveräner, galoppierte deutlich frischer und flüssiger als noch am Vortag. Mit einem starken Kür-Auftakt zeigten die Altenaer ihren Willen. Doch dann der Sturz. „Wir wissen alle nicht, was da war. Ich konnte von Außen nichts sehen und auch Timo kann es sich nicht erklären“, sagte Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels. 

Ein Sturz aber führt beim Voltigieren zu kräftigen Abzügen. Damit war Platz fünf nicht mehr zu halten. Die Altenaer mussten die Duos aus der Schweiz und aus Österreich an sich vorbeiziehen lassen. „Die Enttäuschung ist schon groß. Aber es war ein unvergessliches Erlebnis für uns, bei der Weltmeisterschaft dabei gewesen zu sein. Timo und Jolina sind jung. Sie werden an dieser Erfahrung wachsen“, erklärte Döller-Ossenberg-Engels.

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